Sparbuch nach Hilfebedürfigkeit aufgetaucht...

Hilfen zu Unterkunft und Heizung (§ 29 SGB XII)

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SparbuchHilfe
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Sparbuch nach Hilfebedürfigkeit aufgetaucht...

Ungelesener Beitragvon SparbuchHilfe » 12.11.2019, 03:00

Hallo!

Ich bin neu im Forum, deswegen entschuldigt bitte wenn ich das Thema falsch platziere..

Ich habe von Ende letzten Jahres bis Mitte von diesem Jahr Hartz IV bezogen. Ich habe damals neben der Schule einen Nebenjob gehabt und die Hilfebedürfigkeit durch einem weiteren Job beendet.
Als ich den Antrag gestellt habe, habe ich angegeben, kein Vermögen zu besitzen, bis auf das, was ich auf dem Girokonto hatte.
Meine Mutter musste auch eine Stellungnahme beim Jobcenter abgeben.

Jetzt studiere ich, und habe Bafög beantragt. Während ich in den Unterlagen meiner Mutter nach den ganzen Steuerbescheiden, etc. gegruscht habe, ist mir etwas von der Bank in die Hände gefallen, das sagt, ich hätte 2500 Euro.

Ich habe dann weiter bei meiner Mutter nachgehackt, und es kam raus, das noch ein dickes Sparbuch habe, welches auf meinen Namen läuft!!
Ich konnte es nicht finden, aber sie meinte, es seien 5000-6000 Euro drauf, auf die ich erst 2025 Zugriff habe.

Ich verfalle jetzt vollkommen in Panik!
Was soll ich bloß tun???
Ich werde dem Studentenwerk auf jeden Fall dieses Vermögen melden, aber was soll ich mit dem Jobcenter machen??
Die machen doch Datenabgleiche, und während zwei von den vier Terminen im Jahr habe ich schon Leistungen bezogen, das müsste denen doch aufgefallen sein???

Was passiert, wenn ich es jetzt im Nachhinein melde, kommt es dann zur Strafanzeige???
Und wird mir dann das ganze Geld abgezogen?
Ich habe meinem Alter nach nur das min. Schonvermögen von 3100 Euro.

Ich bin absolut verzweifelt, soll ich es melden oder nichts?

Heinrich
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Re: Sparbuch nach Hilfebedürfigkeit aufgetaucht...

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 12.11.2019, 05:22

Hallo "SparbuchHilfe",

ich bin der Meinung, daß man Dir keinen Vorwurf machen kann, da Du der Beschreibung nach von nichts gewußt hast.

Wenn deine Mutter eine Stellungnahme gegenüber dem JC abgeben mußte und von dem Sparbuch nichts erwähnt hat, muß man m.M.n. ihr den Vorwurf machen.

Außerdem ist es mit Sparbüchern so einen Sache: auf welchen Namen ist es denn ausgestellt? Auf Deinen Namen? Über das Guthaben von Sparbüchern ist meines Wissens nach immer diejenige Person verfügungsberechtigt, in deren Besitz es sich befindet.

Und bevor Du es nicht selbst in den Händen hast bzw. gehabt hast, würde ich zunächst mal gar nichts machen. Erstmal danach suchen oder mit dem ausgebenden Geldinstitut sprechen um Guthaben und Verfügungsberechtigung zu klären.

Insbesondere solltest Du klären, inwieweit Du zum Zeitpunkt der ALG 2-Antragstellung Eigentümer des Sparguthabens warst bzw. inweitweit Du zu dem Zeitpunkt Anspruch auf das Guthaben gehabt hast.

Und bevor all diese Fragen nicht geklärt sind, würde ich zunächst gar nichts melden.

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

SparbuchHilfe
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Re: Sparbuch nach Hilfebedürfigkeit aufgetaucht...

Ungelesener Beitragvon SparbuchHilfe » 12.11.2019, 06:38

Guten Morgen Heinrich,

Nein, ich habe dieses Sparbuch noch nie gesehen, und es war schon garnicht in meinem Besitz. allerdings läuft es über meinen Namen, da meine Mutter meinte, dass ich zu ihr kommen müsse, um es auflösen zu können.
Außerdem ist es sehr sehr alt, und die letzte Bewegung auf dem Sparbuch war 2012.

Heißt das, dass man meine Mutter dafür belangen kann?

Das ich nichts melden soll, bezieht sich das nur auf das JC? Oder auch an das Studentenwerk?

Aber ich möchte nochmal fragen: Wie konnte es nach zwei Datenabgleichen nicht gefunden werden???
Konnte es übersehen werden oder wurden meine Daten garnicht angeglichen?

So ein Müll, ich wünschte dieses blöde Ding würde sich einfach in Luft auflösen!

Heinrich
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Re: Sparbuch nach Hilfebedürfigkeit aufgetaucht...

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 12.11.2019, 07:18

Hallo "SparbuchHilfe",

jetzt bleib mal locker ...

Zu Deine Fragen:

1. Ja, ich denke, daß man Deine Mutter dafür belangen kann.

2. Ich schrieb "zunächst" nicht melden :achtung: Bevor Du alle Sachverhalte geklärt hast :achtung:

3. Zu den Datenabgleichen: die werden meines Wissens nach nur stichprobenartig bzw. bei "begründetem Verdacht" durchgeführt.

Nochmals: kläre doch erstmal, ob und inwieweit Du zum Zeitpunkt der ALG 2-Antragstellung Anspruch auf Herausgabe des Sparbuches gehabt hättest. Dein Name im Sparbuch besagt nach meiner Kenntnis nicht zwigend viel ...

Sprich mit dem Geldinstitut, bei welchem das Sparbuch geführt wird oder notfalls mit einem Anwalt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Beratungshilfe

Meine Einschätzung bezieht sich nur auf das Jobcenter. In puncto Studentenwerk kann ich nicht mitreden, da nie studiert.

Wenn Du Dich damit wohler fühlst oder weniger Panik schiebst, dann kannst Du die Sache auch sofrt melden. Das mußt Du schon selbst entscheiden.

H.
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Re: Sparbuch nach Hilfebedürfigkeit aufgetaucht...

Ungelesener Beitragvon w12 » 12.11.2019, 10:30

Hallo SparbuchHilfe

Der Vermögensfreibetrag beträgt 3100 Euro zzgl. 750 Euro, also 3850 Euro.
Das Vermögen wäre auch nicht verwertbar.

ber, da du über das Sparbuch nicht verfügen kannst, ist es auch nicht dein Vermögen, sondern das deiner Mutter.
Wenn deine Mutter also bestätigt hat, dass du nicht über Vermögen verfügst, dann ist das korrekt.
Ich würde da nichts unternehmen.

Beim Bafög liegt der Freibetrag bei 7500 Euro, bzw. bald bei 8200 Euro.
Dennoch würde ich es 8der guten Ordnung halber :mrgreen: ) nachträglich angeben.

Gruß
W12
Ich bin Laie.
Die von mir gemachten Äusserungen und Kommentare sowie eigene Beiträge spiegeln nur meine pers. Meinung wieder und stellen auch keine Rechtsberatung dar oder ersetzen eine solche.


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