Kein Geld für eigene Wohnung

§§ 68 ff SGB XII Umfang der Leistungen, Hilfe zur Weiterführung des Haushalts, Altenhilfe, Blindenhilfe, Hilfe in sonstigen Lebenslagen, Bestattungskosten...

Moderator: Regelteam

Bella87
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Kein Geld für eigene Wohnung

Ungelesener Beitragvon Bella87 » 08.02.2019, 22:00

Hallo zusammen,

ich bin 31 Jahre alt und leide unter einer Psychischen Erkrankung mit 60GdB und erhalte momentan Erwerbsminderungsrente.

Da ich mit meiner Problematik nicht mehr alleine zurecht gekommen bin, bin ich vor 4Jahren wieder zu meinen Eltern gezogen.

Mein Problem ist nun, dass ich unbedingt eine eigene Wohnung beziehen muss, da ich Zuhause nicht Gesund werden kann.
Ich kann mir aber ohne Hilfe von irgendwo keine eigene Wohnung leisten und dazu kommt noch das ich zusätzlich ein haufen Möbel brauche.

Ich habe noch nie Hartz 4, eine Erstaustattung oder Sozialhilfe vom Amt bezogen.

Habe ich die Möglichkeit irgendwelche Leistungen zu erhalten? Oder gibt es eine Soziale Einrichtung die mir bei der Angelegenheit helfen kann außer Betreutes Wohnen oder ähnliches, da ich keinerlei Probleme habe mein Leben selbstständig zu organisieren.

Ich bin total überfordert mit der Problematik und weiß nicht wo ich anfangen soll/kann.

Für jede Hilfe bin ich dankbar

LG Bella

Laufschuh
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Re: Kein Geld für eigene Wohnung

Ungelesener Beitragvon Laufschuh » 09.02.2019, 00:02

Hoi,Bella

Gemäß der Erklärung deiner Lebenslage,ergeben sich für mich,viele Fragen.
Soo einfach über Alles hinwegzusehen,und dir nur die "Rosinen"zu liefern,der bin ich nicht.
Du bist 31 Jahre jung,und eine Frau.Was gedengst du zu unternehmemen,um diesen Zustand nicht zu
einem Dauerzustand werden zu lassen ??.Wie sieht es mit einer stationären Langzeit-Therapie über die
DRV (Deutsche Renten Versicherung) aus ?? Top-Klinik.Hilfe zum "Ausfüllen" der Antragsformulare bekommst du
bei deinem Kreis.Jaa,sicher die meissten Psychotherras sind unterste Schiene,Schwachmaten.In den Kliniken sind
manche aber auch super toll,und können dich heilen.Was sagst du jetzt ? Fuck.Fuck.
Ich fühle mich hiermit nicht berufen,Bella´s Phenthouse auszubauen.

MvG laufschuh

Heinrich
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Re: Kein Geld für eigene Wohnung

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 09.02.2019, 06:18

Hallo Bella87,

zunächst solltest Du klären, ob Du Anspruch auf Sozialhilfe hast. Das ist von der Höhe Deiner Erwerbsminderungsrente abhängig.

Ich würde Dir grundsätzlich raten, Dich an eine Beratungsstelle vor Ort zu wenden, da die Thematik zu komplex ist, um sie hier ausführlich genug zu erklären.

Evtl. eine Beratungsstelle von Caritas und/oder Diakonie. Zusätzlich gibt es den SoVD und VdK, zwei Sozialverbände, in denen man kostenpflichtig* Mitglied werden kann, um dann ggf. von deren (Beratungs)leistungen zu profitieren.

H.

*m.W.n. ca. 6 € mtl.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

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Re: Kein Geld für eigene Wohnung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 09.02.2019, 08:33

Moin Bella87,

ich finde Du solltest mit Deiner Psychologin/en und Neurologin/en reden und mit denen Deine Vorstellungen erörtern. Derzeit lebst Du von welchen Geldern?

Über die Sozialhilfe/ALG II stehen Dir 424 € zuzüglich der Warmmiete einer angemessenen Wohnung zu. Dazu kommt ein Betrag für die Erstausstattung der Wohnung.

Halte uns auf dem Laufenden, was Du Dir überlegt hast.

Liebe Grüße
Rolf
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Re: Kein Geld für eigene Wohnung

Ungelesener Beitragvon Bella87 » 09.02.2019, 16:26

Danke für eure Antworten.

Zu Laufschuh:
Ich bin mir nicht sicher was du mir damit sagen möchtest.
Stationär war ich insgesammt 4mal für Diagnose, Krise und zu einer DBT-Therapie die über 3 Monate lief.

Dummerweise ist die für meine Station zuständige Sozialarbeiterin dauerhaft erkrankt. Es kam hin und wieder eine Aushilfe die sich aber nie richtig Zeit genommen hat. Verständlich da sie extrem Überfordert war mit mehreren Stationen.

Ich bin aktuell in ambulanter Behandlung und gehe regelmäßig zu Therapeutischen-Gruppen.

Ich erwähne es hiermit nochmal extra... ich bin nicht daran interessiert mir irgendwelche Leistungen zu erschleichen oder sonstiges. Ich muss um ein vernünftiges strukturiertes Leben zu führen meine eigene Wohnung haben. Für mich selbst verantwortlich sein um so gesund zu werden um meine Umschulung (Ja ich habe sogar einen Plan für meine Zukunft) wieder in Angriff nehmen zu können.


Zu Heinrich:
Man kann einfach zu Caritas gehen, die Problematiken erläutern und die beratschlagen mich dann? Also auch Menschen mit Psychischen Erkrankungen?
Ich hatte von unseren Caritas im Ort immer das Gefühl, dass die nur Suchterkrankten unterstützend beiseite stehen.

Ich werde da einfach mal anrufen und nachfragen.

Danke ^^



Zu CuttySark
Ich habe bereits mit meinem Therapeuten über die ganze Thematik gesprochen und auch er ist der Ansicht, dass ich ohne eigene Wohnung nicht voran komme.
Zurzeit erhalte ich Erwerbsminderungsrente.

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Re: Kein Geld für eigene Wohnung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 09.02.2019, 17:13

Moin, Moin Bella87,

dann darfst Du Dich ab sofort Glückskind nennen Hier geht es nicht darum sich Leistungen zu erschleichen, sondern um die Inanspruchnahme von gesetzlich garantierten Leistungen. Dazu gehört auch die Beratung: WIE GEHE ICH MIT VERMÖGEN UM? Nicht nur VW hat das Recht auf intelligente Lösungen. Im Nichtbezug können diese anders aussehen als im Leistungsbezug. Jetzt kannst Du noch frei entscheiden, welchen Weg Du wählst Dein Geld leistungsgerecht anzupassen.

Unabhängig davon würde ich bereits folgendes machen. Tritt in den SoVD oder VDK ein. Der Monatsbeitrag beträgt ca. 6 €, die aber in Deinem Fall von der Sozialhilfe durch Einkommensanrechnung getragen wird. Außerdem schließt Du eine Sterbegeldversicherung ab, die ebenfalls übernommen wird und eine Privathaftpflicht- und Hausratversicherung. So bist Du rundherum in trockenen Tüchern. Nun heißt es nur noch, Dir eine Wohnung zu suchen. Lass Dir einen Wohnberechtigungsschein ausstellen.

Melde Dich wieder.

Liebe Grüße
Rolf
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Re: Kein Geld für eigene Wohnung

Ungelesener Beitragvon Bella87 » 09.02.2019, 17:29

Ja super danke.
Ich war vor Jahren mal Mitglied beim SoVD, kann man erneut Mitglied werden?

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Re: Kein Geld für eigene Wohnung

Ungelesener Beitragvon MrDarck » 22.03.2019, 19:11

Laufschuh hat geschrieben:Du bist 31 Jahre jung,und eine Frau.


Das gefällt mir irgendwie nicht... ich pick mir mal die Rosine aus deinem Satz ;) Was haben Alter +Geschlecht mit dem "sein" zu tun?
Es gibt genug kaputte Menschen da draußen, egal welches Geschlecht und egal welches Alter, man muss nicht erst 50 sein, 20Jahre Obdachlosigkeit und 30Jahre Straßenbau hinter sich haben um "kaputt" zu sein.

Das schafft unsere Gesellschaft auch so schon, selbst Kinder können Depressionen und co bekommen, gibt nicht umsonst KJP's.

@Cuttyshark, wenn man beim sovd Mitglied wird bekommt man automatisch hausrat und Haftpflicht?
Ich habe meine Hausrat bei der Huk (war denke das billigste) aber für 6€ im Monat... das beides zusammen + Sozialer rat, wäre ja net soo schlecht...

Vielleicht kann ich das ja noch wechseln, bevor die Versicherung sich verlängert, im Sommer wäre die nächste Zahlung fällig (um die 70€).
Zuletzt geändert von MrDarck am 22.03.2019, 19:21, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Kein Geld für eigene Wohnung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 22.03.2019, 22:19

Moin MrDarck,

Du schreibst: <
@Cuttyshark, wenn man beim sovd Mitglied wird bekommt man automatisch hausrat und Haftpflicht?>

NEIN - Das schrieb ich nirgendwo.

LG Rolf
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Re: Kein Geld für eigene Wohnung

Ungelesener Beitragvon MrDarck » 22.03.2019, 23:10

CuttySark hat geschrieben:Moin MrDarck,

Du schreibst: <
@Cuttyshark, wenn man beim sovd Mitglied wird bekommt man automatisch hausrat und Haftpflicht?>

NEIN - Das schrieb ich nirgendwo.

LG Rolf

Hast du doch hier:

Unabhängig davon würde ich bereits folgendes machen. Tritt in den SoVD oder VDK ein. Der Monatsbeitrag beträgt ca. 6 €, die aber in Deinem Fall von der Sozialhilfe durch Einkommensanrechnung getragen wird. Außerdem schließt Du eine Sterbegeldversicherung ab, die ebenfalls übernommen wird und eine Privathaftpflicht- und Hausratversicherung. So bist Du rundherum in trockenen Tüchern. Nun heißt es nur noch, Dir eine Wohnung zu suchen. Lass Dir einen Wohnberechtigungsschein ausstellen.


oder... war das bezogen auf "das sollte man machen"?


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