Den Reichen geben,den Armen nehmen...

und sich nicht um Hartz IV, Grundsicherung oder Sozialhilfe dreht.

Moderator: Regelteam

Pete123
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Den Reichen geben,den Armen nehmen...

Ungelesener Beitragvon Pete123 » 01.02.2019, 17:51

...das kotzt mich so an.Jeder weiss oder sollte wissen das der Hartz4-/Sozialhilfesatz zu gering bemessen ist,beispielsweise die im Regelsatz untergebrachten Stromkosten.Bei regional völlig unterschiedlichen Strompreisen einfach einen Pauschalbetrag für ganz Deutschland zu machen kann nur ungerecht sein.

Und was macht unsere Regierung?Sie steckt den Leuten denen es finanziell gut geht auch noch das Geld hinten rein.Sie wollen sich ein E-Auto kaufen?Kein Problem,sie bekommen Förderung.Sie wollen eine Immobilie kaufen?Kein Problem,das fördern wir insgesamt mit 10 Milliarden Euro.Sie möchten sich einen neuen Wäschetrockner kaufen?Kein Problem,sie bekommen eine Förderung.

Bekommt aber ein Sozialhilfe Empfänger 20€ geschenkt,dann wird ihm der Regelsatz gekürzt. :wut:
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CuttySark
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Re: Den Reichen geben,den Armen nehmen...

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 01.02.2019, 20:15

Moin Pete123,

wie sollte das System anders funktionieren, dass Herr Schröder mit seinen Genossen einrichtete? Das war clever gemacht und ging in vollem Umfang auf. Nicht weil es die Politik so wollte, sondern weil der Bürger/Wähler so entschied. Mittlerweile kann ich nur noch über die Deppen lachen.

In den letzten Tagen wurde ein Artikel veröffentlicht, der sich damit beschäftigte, dass Sozialhilfeempfänger sich nicht vollwertig ernähren können. Nicht der Artikel war interessant, sondern die Kommentare. Nicht das Geld sei zu wenig, sondern wie die Menschen es durchbringen. Drogen, Rauchwaren und Alkohol wurde angeführt. Da sieht man doch, wessen Geistes Kind am Werke ist. Schon 2009 veröffentlichte die DGE eine einmalige Studie zum Thema vollwertige Ernährung und kam auf 230 € bis 260 € für den Singlehaushalt. Diese Studie wurde nie weitergeführt, sicherlich aus gutem Grund. Ich habe immer zwischen 250 € und 280 € für meine Ernährung aufgewandt. Die derzeit angesetzten Kosten von 145,04 € sind ein Witz.

Es ist die Aufgabe jedes Einzelnen sich seinen Weg zu suchen, um aus diesem Dilemma zu kommen. Ich bin beispielsweise den Weg Krankheit gegangen, weil mich dieser Weg schützte. Ich habe Symptome durch fleißige Literaturarbeit festgestellt, die mir aber nichts genutzt hätten, wenn nicht Fachleute mir meine Empfindungen bestätigt hätten. Sind diese erst einmal dokumentiert müssen sie nur vervielfältigt werden Niemand prüft sie dann mehr.

Du musst Dich nicht über das System beschweren, sondern über Dich, der sich nicht sein System gemacht, mit dem er lebt.

Liebe Grüße
Rolf
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Pete123
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Re: Den Reichen geben,den Armen nehmen...

Ungelesener Beitragvon Pete123 » 01.02.2019, 23:23

CuttySark hat geschrieben:
Du musst Dich nicht über das System beschweren, sondern über Dich, der sich nicht sein System gemacht, mit dem er lebt.

Liebe Grüße
Rolf


Moin Rolf,

klar beschwere ich mich über ein System welches Arme,Alte und Kranke nur mangelhaft unterstützt und ausgrenzt.Ich hab mir sicher nicht meine Krankheit ausgesucht welche ich grade so überlebt habe,und die mich dauerhaft arbeitsunfähig gemacht hat.
Das ich wie jeder andere Betroffene versuche das Beste aus der beschissenen Situation zu machen ist doch klar,leider werde ich immer wieder durch Kommentare der politischen Entscheidungsträger oder Briefe von der Rentenversicherung/Sozialamt dran erinnert wie man uns verarscht.
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Re: Den Reichen geben,den Armen nehmen...

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 02.02.2019, 06:56

Moin Pete123,

das kann ich nachvollziehen. Ausgegrenzt zu werden ist nicht schön. Aber auch daran ist der Ausgegrenzte in vielen Fällen selber Schuld. Niemand hat Dich daran gehindert eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, dann wäre das nicht passiert.

Ich habe meine "Karriere" selber zu verantworten. 3 Häuser habe ich in zehn Jahren Leben durchgebracht, bereute es bislang nicht eine Sekunde, weil ich zehn Jahre meines Lebens so leben konnte, wie ich möchte, die Welt gesehen habe und ein tolles Leben hatte. Nun muss ich kleine Brötchen backen und habe mich als Bäcker sehr gut etabliert. Durch geschickte Lebensweise habe ich mehr als viele Arbeitnehmer zur Verfügung. Kann mir ein kleines Auto (Renault Twingo) leisten und lebe auf einem Niveau, wie es Handwerker machen.

Ich habe mein Leben lang politisch gearbeitet und mich am 24. März 2010 ausgeklinkt. Seither lebe ich mein Leben und kümmere mich ausschließlich um mich und meine Interessen.

Liebe Grüße
Rolf

Moderation: Ich habe den Link entfernt, da er 1.) Nicht funktioniert, er muss mit https:// beginnen, nur ttps:// funktioniert nicht und 2.) Es sich um einen Artikel mit Paywall handelt, das lesen muss bezahlt werden. FG Uwe Kruppa
Zuletzt geändert von Uwe Kruppa am 02.02.2019, 11:45, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link entfernt
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Re: Den Reichen geben,den Armen nehmen...

Ungelesener Beitragvon Pete123 » 02.02.2019, 10:22

CuttySark hat geschrieben: Niemand hat Dich daran gehindert eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, dann wäre das nicht passiert.


Selbstverständlich hat mich jemand dran gehindert,und zwar die Versicherungen.Nicht jeder ist selber schuld wenn er keine Private Haftpflichversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung hat,es gibt reichlich Mitbürger in unserem Land die bekommen schlicht und einfach keine.
Das ist jetzt aber auch nicht das Thema,sondern es geht darum wie der Staat mit seinen Bürgern umgeht.Bei den Armen,Alten und Kranken wird viel Geld ausgegeben um die Armut zu verwalten und getrickst um den Bedürftigen möglichst wenig bezahlen zu müssen,statt einfach eine ordentliche Grundrente zu bezahlen und ihnen so ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.Wer aber gar nicht bedürftig ist,der bekommt es vom Staat reichlich.Fördertopf hier,Subvention da,verbilligte Kredite dort,DER Tisch ist reich gedeckt.
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Re: Den Reichen geben,den Armen nehmen...

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 02.02.2019, 11:57

Moin Pete123,

in Fall der BU/EU hast Du recht, da es Menschen gibt, die nicht versicherbar sind, was anders wäre, würde man die Versicherungssparte in die Pflichtversicherung nehmen, genau wie das Sterbegeld, was bis 2004 gezahlt wurde. Für mich wäre auch die PHV eine Sparte, die unter die Pflichtversicherung fallen sollte.

Eine Freundin von mir wurde von einem Fahrradfahrer, alkoholisiert und nicht versichert zum Krüppel gefahren. Die Frau sitzt heute mit Querschnittslähmung im Rollstuhl, wobei dieser Fall noch glücklich abgelaufen ist. Ihre PHV hatte eine Ausfalldeckung im Vertrag, so wurden alle Kosten ein Leben lang von der eigenen Versicherung bezahlt.

Liebe Grüße
Rolf
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Re: Den Reichen geben,den Armen nehmen...

Ungelesener Beitragvon Christiane M. » 04.02.2019, 01:23

Wenn wir uns schon über das System beschweren, in dem sehr viel Ungerechtigkeit ist und in dem die Kluft zwischen Arm und reich immer größer wird, sollten wir uns stets vor Augen halten, dass jeder Einzelne von uns in seinem täglichen Leben dazu beigetragen hat und beiträgt, durch seine Denk- und Lebensweise, sein Konsumverhalten und indem er Politiker wählt, denen er die Verantwortung übergibt, die Welt zu richten, und in der die meisten darauf bedacht sind, es sich in ihrer eigenen kleinen egozentrischen Welt in einer Nische bequem und gemütlich zu machen. Aber sich selbst hinterfragen die meisten nicht - immer sind die anderen schuld.
Zuletzt geändert von Christiane M. am 04.02.2019, 01:24, insgesamt 1-mal geändert.

w12
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Re: Den Reichen geben,den Armen nehmen...

Ungelesener Beitragvon w12 » 04.02.2019, 09:52

Hallo

Dazu mal:

Der Sozialstaat ist ein buchstäbliches Armutszeugnis“

www.nachdenkseiten.de/?p=48967

Dazu sollte man sich auch die Beiträge zu den "Gelbwesten" durchlesen.

Gruß
w12
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Re: Den Reichen geben,den Armen nehmen...

Ungelesener Beitragvon Christiane M. » 04.02.2019, 18:26

w12 hat geschrieben:Hallo

Dazu mal:

Der Sozialstaat ist ein buchstäbliches Armutszeugnis“

http://www.nachdenkseiten.de/?p=48967

Dazu sollte man sich auch die Beiträge zu den "Gelbwesten" durchlesen.

Gruß
w12


Auszug aus diesem Link: Armut ist aber auch das Resultat rentabler Lohnarbeit, weil Lohnabhängige nur beschäftigt werden, wenn sie mehr Reichtum herstellen, als ihre Bezahlung kostet. Indem die Produkte und Dienstleistungen der Lohnabhängigen nicht ihnen, sondern ihren Arbeitgebern gehören, steht der von ihnen hergestellte Reichtum den Lohnabhängigen als wachsendes fremdes Eigentum ihrer Arbeitgeber gegenüber. Arbeit macht eben nicht jene reich, die sie verrichten, sondern jene, die sie beschäftigen. Deshalb geht die so genannte Schere zwischen Armut und Reichtum immer weiter auf.

Genau hier fängt die Ausbeutung an. Oder moderne Sklaverei.
Zuletzt geändert von Christiane M. am 04.02.2019, 18:42, insgesamt 1-mal geändert.

Christiane M.
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Re: Den Reichen geben,den Armen nehmen...

Ungelesener Beitragvon Christiane M. » 04.02.2019, 18:27

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Zuletzt geändert von Christiane M. am 04.02.2019, 18:38, insgesamt 3-mal geändert.


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