Erneut hohe NK-Abrechnung und Mieterhöhung 87 Prozent

Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, Mehrbedarfe entsprechend § 30 SGB XII sowie die einmaligen Bedarfe; Kranken- und Pflegeversicherung,

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MarianneX

Re: Erneut hohe NK-Abrechnung und Mieterhöhung 87 Prozent

Ungelesener Beitragvon MarianneX » 03.11.2018, 14:25

hallo Heinrich,

Ich würde Dir empfehlen, Dich mal mit dem örtlichen Mieterverein auseinanderzusetzen um zu eruieren, was eine Mietgliedschaft dort kostet.


das ist ja zu teuer, ich habe das Geld nicht. Im Dezember ginge das eventuell.

Und irgendwie deucht mir, daß Du ein ähnliches, wenn nicht das gleiche Problem in diesem Forum schon mal eingestellt hattest, oder?
EDIT: gerade nachgeschaut - vor fast genau 1 Jahr hattest Du das gleiche Problem. Was ist daraus geworden?


Voriges Jahr hat das Amt bezahlt. Die Sachbearbeiterin war eigentlich o.k. Überprüfen tun die die Abrechnungen nicht. Auf meine Frage, ob man denn die laufenden Vorauszahlungen erhöhen solle (da war voriges Jahr schon etwas finanzieller Spielraum), meinte sie, sie wolle die Entwicklung erst mal abwarten. Ich würde ja mit Fernwärme heizen und das wäre teuer.

O:K durch das Abwarten hab ich jetzt den Salat.
Aber ganz klar ist ja auch, daß da was nicht stimmt mit den Kosten.

viele Grüße Marianne

MarianneX

Re: Erneut hohe NK-Abrechnung und Mieterhöhung 87 Prozent

Ungelesener Beitragvon MarianneX » 03.11.2018, 14:42

Wichtig ist vorrangig hinter dem Geheimnis der explosionsartigen Nebenkostensteigerung zu kommen. Das das Sozialamt hier gem. § 35, SGB XII erst einmal in der Pflicht zur Bezahlung ist, steht außer Frage. Das das Amt erst zickt, ist zu vermuten, ändert aber nichts an der Zahlungspflicht.

Ich möchte nicht als Schuldner auf einer Rechnung von über 1.000 Euro sitzen, die ich nicht bezahlen kann und vermuten, dass das Amt sich ziert, diese zu bezahlen.


hallo Ghostwriter,

das stimmt. Man kann das ja nur als Bedrohung auffassen. Ich fasse so etwas als Bedrohung auf und sehe mich schon obdachlos. Da kann ich nicht einfach hin gehen und sagen: mir egal, ich sorge mich nicht, ich lebe. Fragt sich nämlich nur wie lange ich so noch lebe.

Danke für deine einfühlsamen Worte.

MarianneX

CuttySark
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Re: Erneut hohe NK-Abrechnung und Mieterhöhung 87 Prozent

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 03.11.2018, 15:54

Moin, Moin Ghostwriter,

in diesem Fall reklamierst Du zu Recht. Letztendlich kann niemand sagen, was das Amt zu der Abrechnung sagt, also einreichen und fertig. Dort muss man die Abrechnung prüfen und sich entscheiden, wie vorgegangen werden muss. Die Abrechnungsgrundlage für das Vorjahr liegt vor und wurde vollumfänglich erstattet.

Was sollte denn passieren, wenn es zu einem Kostensenkungsbescheid kommt? Die Grundmiete würde, wie in meinem Fall in die Höhe schnellen, ergo würde doch die ganze Wirkung verpuffen. Zudem hätte die Verwaltung noch die gesamten Umzugskosten am Hals. Ein Geschäft, was sich schwerlich rechnet.

Dadurch das die Zahlungsgrundlage nicht verändert wurde, ist zumindest diese Differenz schon einmal zu einem großen Teil geklärt.


LG Rolf
Zuletzt geändert von CuttySark am 03.11.2018, 15:57, insgesamt 1-mal geändert.
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MarianneX

Re: Erneut hohe NK-Abrechnung und Mieterhöhung 87 Prozent

Ungelesener Beitragvon MarianneX » 03.11.2018, 16:05

Was sollte denn passieren, wenn es zu einem Kostensenkungsbescheid kommt? Die Grundmiete würde, wie in meinem Fall in die Höhe schnellen, ergo würde doch die ganze Wirkung verpuffen.


Das verstehe ich nicht.

Zudem hätte die Verwaltung noch die gesamten Umzugskosten am Hals. Ein Geschäft, was sich schwerlich rechnet.


Umzugskosten wären nicht so teuer innerhalb des Ortes. Mit zum Beispiel 1200 Euro, was der Vermieter jetzt nachfordert, kann man schon prima umziehen.

Mit freundlichen Grüßen MarianneX

w12
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Re: Erneut hohe NK-Abrechnung und Mieterhöhung 87 Prozent

Ungelesener Beitragvon w12 » 03.11.2018, 16:09

Hallo

Nur als Anmerkung:

Gegen die Aufforderung zur Kostensenkung ist kein Widerspruch möglich!

Ob ggf. andere Mittel, z.b. eine Feststellungsklage in Betracht kommen, wäre an Hand des Schreibens zu prüfen.

Gruß
w12
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MarianneX

Re: Erneut hohe NK-Abrechnung und Mieterhöhung 87 Prozent

Ungelesener Beitragvon MarianneX » 03.11.2018, 16:15

Danke für den Hinweis.
Kann es sein, daß eine andere Art "Einspruch" möglich ist?
Ich bin mir sicher, daß der Typ vom Mieterverein voriges Jahr gesagt hat, wenn das Amt dann eine Aufforderung zur Kostensenkung schicken würde, solle ich Widerspruch einlegen, da ich weder kalte noch warme Betriebskosten selbst senken kann.

mit freundlichen Grüßen MarianneX

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Re: Erneut hohe NK-Abrechnung und Mieterhöhung 87 Prozent

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 03.11.2018, 16:42

Moin, Moin Marianne,

wollte damit sagen, dass durch die gestiegenen Mietpreise keine effektiven Ersparnisse für Deine Kommune eintreten würden. In meinem Fall wären es 184,80 € an Kaltmiete. Neu wird in unserem Haus für rund 290 € vermietet, also = 105,20 € monatlich an Kaltmiete mehr = 1.262,40 € Mehrkosten an Kaltmiete.

Im Grunde genommen würde das nichts bringen. Wie sieht es zudem bei Dir gesundheitlich aus? Kannst Du überhaupt Aufregung ab?

Liebe Grüße
Rolf
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MarianneX

Re: Erneut hohe NK-Abrechnung und Mieterhöhung 87 Prozent

Ungelesener Beitragvon MarianneX » 03.11.2018, 18:56

Moin Rolf,

so verstehe ich es, danke.

Nein ich kann so etwas nicht ab. Habe Magenschmerzen und schlafe schlecht. Solche Zustände monatelang zu ertragen, ist mir nicht mehr lange möglich.

mit freundlichen Grüßen MarianneX

MarianneX

Re: Erneut hohe NK-Abrechnung und Mieterhöhung 87 Prozent

Ungelesener Beitragvon MarianneX » 03.11.2018, 20:58

Nochmal etwas Allgemeines, um das Geschehen besser einordnen zu können:

Da voriges Jahr ja bereits eine exorbitant hohe Nachforderung seitens des Vermieters kam, die ich leider nicht habe überprüfen lassen, hier noch eine Einschätzung einer unbeteiligten Person zur BK-Abrechnung 2017 (für das halbe Jahr 2016):

"Bedenklich ist insbesondere, dass fast 40% der Nebenkosten - und damit fast die gesamte Vorauszahlung - für die Pflege der Außenanlagen sowie die Reinigung drauf gehen. Rechnet man noch die hohe Gebäudeversicherung dazu, reicht die Vorauszahlung schon nicht mehr zur Kostendeckung aus - und da sind weitere Fixkosten wie Haftpflicht und Grundsteuer noch nicht dabei.

Betrachtet man die Nebenkosten im Verhältnis zur Höhe der Abschlagsforderung bedeutet dies, dass der Abschlag nicht mal die Fixkosten deckt, geschweige denn die verbrauchsabhängigen Kosten wie Wasser und Müll.

Das lässt nur den Schluss zu, dass der Vermieter absichtlich, d.h. vorsätzlich eine viel zu geringe Vorauszahlung angesetzt hat. Denn das die Höhe der Vorauszahlung nicht mal die Fixkosten deckt, muss er gewusst haben.

Hier kann man durchaus betrügerische Absicht unterstellen und Schadensersatz einklagen, da diese Wohnung ja offenbar niemals angemietet worden wäre, wenn die tatsächliche Höhe der erforderlichen Nebenkostenvorauszahlung bekannt gewesen wäre. ZITAT ENDE

Das muß und werde ich nun tun.
Ich wäre hier nie hin gezogen, wenn ich nicht mit diesem Lockangebot der scheinbar kostengünstigen Miete geködert worden wäre. Mir sind dadurch jede Menge Kosten entstanden und ich habe gesundheitlich massive Probleme. Ich sitze hier im kalten, und soll eine horrende Nachforderung bezahlen, ja ich muß sogar damit rechnen, daß das Amt mich hier aus der Wohnung raus haben will - Ersatz gibt es nicht. Das ist kein schöner Lebensabend. Das ist ein Lebensabend, wo man sich lieber einen Strick nimmt. Und das alles nur wegen eines Miethais, der sich hier auf Kosten der Kleinverdiener und Sozialmieter gesund stößt. Solchen "Leuten" muß das Handwerk gelegt werden.

Ich weiß nur noch nicht , wie ich das mache, ob ich über einen Anwalt gehe, kostet ja nur 15 Euro Beratungsgebühr, oder ob über einen Mieterverbund.
Das Problem mit dem Sozialamt bleibt natürlich davon unberührt.

Es stimmt, man kann der Kostensenkungsaufforderung nicht widersprechen. Man kann aber dann, so habe ich gelesen, gegen den Bescheid, mit dem die KdU gesenkt werden, Widerspruch einlegen. Überweist dann das Sozialamt weniger von meiner derzeitigen Miete, oder wie geht das?

mit freundlichen Grüßen, MarianneX

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Re: Erneut hohe NK-Abrechnung und Mieterhöhung 87 Prozent

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 03.11.2018, 23:53

Moin, MarianneX,

wie hoch war denn die Nachzahlung im letzten Jahr, die das Amt beglichen hat? Dass es diese in 2017 übernommen hat, muss es die Abrechnung für 2018 ebenfalls übernehmen. Wie groß ist die Differenz beider Abrechnungen?

Dann frage ich mich, woran sich der "Miethai" bereichert. Er legt doch nur Kosten um, wozu er berechtigt ist. Wie bitte kann man sich daran bereichern? Das solltest Du mir mal mathematisch erklären. Bevor ich einen Anwalt einschalten würde, brächte ich erst einmal Licht ins Dunkel bringen, was die Abrechnung angeht. Du hast ein Recht darauf die Belege zu prüfen. Gibt es Mitmieter in dem Haus, die müssten von der Logik her dieselben Probleme haben.

Warum stellst Du keinen Antrag auf einen Pflegegrad?

LG Rolf
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