"Eingliederungshilfe" nach §53 SGB XII

Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, Mehrbedarfe entsprechend § 30 SGB XII sowie die einmaligen Bedarfe; Kranken- und Pflegeversicherung,

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Ben S.
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"Eingliederungshilfe" nach §53 SGB XII

Ungelesener Beitragvon Ben S. » 26.10.2018, 10:26

Eine Ärztin des Gesundheitsamt hat Ende April diesen Jahres (2018) "festgestellt", dass ich angeblich so krank bin, dass ich nur weniger als 3 Stunden pro Tag arbeiten kann und ein Fall von §53 SGB XII bin.

In dem von ihr verfassten Gutachten ist von"vorraussichtlich länger als sechs Monate, aber nicht auf Dauer" die Rede. Auf mein Drängen (über das Sozialamt), das doch bitte zu konkretisieren, hat die gute Frau dann auf einmal eine erneute Untersuchung erst in zwei Jahren empfohlen - ohne jegliche medizinische Begründung - welche auch schon in ihrem damals vom Jobcenter in Auftrag gegebenen Gutachten völlig fehlte.

Nun habe ich beim Sozialamt angefragt, wie es mit der in §53 SGB XII genannten "Eingliederungshilfe" aussieht - also ob die definitiv erst nach der erneuten Untersuchung (frühestens im August 2020) oder schon vorher beginnen wird. Keine Antwort.

Was soll ich tun? Ich will jedenfalls nicht knapp zwei Jahre lang Däumchen drehen.
Zuletzt geändert von Ben S. am 26.10.2018, 10:35, insgesamt 1-mal geändert.

Heinrich
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Re: "Eingliederungshilfe" nach §53 SGB XII

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 27.10.2018, 10:16

Halölo Ben S.,

Ben S. hat geschrieben:Ich will jedenfalls nicht knapp zwei Jahre lang Däumchen drehen.

kann ich sehr gut verstehen. Ich habe von dem Thema jedoch leider keine Ahnung. Falls hier im Forum keiner einen Tipp für Dich hat, würde ich Dir empfehlen, Dich mal vor Ort an eine Sozialberatungsstelle (z.B. Caritas und/oder Diakonie) zu wenden. Vielleicht kann man Dir da weiterhelfen.

H.
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Re: "Eingliederungshilfe" nach §53 SGB XII

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 27.10.2018, 11:12

Moin Ben S.,

da gehst Du jetzt folgenden Weg:

1) Beantragung der Mitgliedschaft im SoVD oder VdK (Kosten rund 6 € monatlich - für Dich durch Anrechnung ein Null-Summen-Faktor)
2) beantragst Eingliederungshilfe nach §54 SGB XII durch den Verein

LG Rolf
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Ben S.
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Re: "Eingliederungshilfe" nach §53 SGB XII

Ungelesener Beitragvon Ben S. » 27.10.2018, 20:44

Ja, danke Euch Beiden zunächst mal.

Herr Larsson
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Re: "Eingliederungshilfe" nach §53 SGB XII

Ungelesener Beitragvon Herr Larsson » 27.10.2018, 22:08

Wenn du dich gesund genug fühlst, um arbeiten zu gehen, dann kannst du das auch tun. Niemand kann dich zwingen, nicht zu arbeiten. Dann verdienst du dein eigenes Geld und so Gott will auch genug, um auf Aufstockng vom JC zu verzichten. Beim Sozialamt hast du dann einfach keine Ansprüche mehr, solange du arbeitest.

Sowieso schon erstaunlich, dass dich das Sozialamt übernimmt nach einer Begutachtung vom Gesundheitsamt, normalerweise sind die wirklich erst zuständig wenn die Rentenversicherung, als höchste Instanz zur Beurteilung von voller Erwerbsminderung, entschieden hat.
Zuletzt geändert von Herr Larsson am 27.10.2018, 22:10, insgesamt 1-mal geändert.

Angela1968
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Re: "Eingliederungshilfe" nach §53 SGB XII

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 27.10.2018, 22:55

Hallo Ben,

ähnliches Problem hatte ich auch.

2006/2007 wurde ich vom Job Center begutachtet. Nach deren Gutachten kann ich Vollzeit arbeiten und auch lange Arbritsanfahrten sind für mich keine Hürde. 2010 war ich in einer Reha-Klinik wo man mir dauerhafte Arbeitsunfähigkeit schriftlich bescheinigte.

Weil ich nach dem Besuch der Reha-Klinik ein Minijobanengebot erhielt nahm ich deses an.Seit 2012 arbeite ich in einem SV-pflichtien Job mit 25 Wochenstunden. Da ich seit 2010 auch offiziell und unbefristet schwerbehindert bin bescwert sich weder das JC noch die Reha-Klinik das ich entgegen ihres damaligen Gutachtens arbeite.

Angela
Wer etwas möchte - sucht Wege
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