Grundsicherung

Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, Mehrbedarfe entsprechend § 30 SGB XII sowie die einmaligen Bedarfe; Kranken- und Pflegeversicherung,

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halloworld
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Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon halloworld » 16.08.2016, 17:34

Unser sohn 18 ist 50% geistig behindert
er geht jetzt in die werkstätten für behinderte

wir wollten jetzt grundsicherung ebantragen für ihn
aber da er erst im eingangsverfahren ist bekommt er ncihts nur das ausbildungsgeld

kann mir einer sagen wir hoch dieses ist?

er wohnt bei uns im haus

gruss

CuttySark
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Re: Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 16.08.2016, 19:59

Moin, Moin halloworld,

ich fand gerade diesen Artikel im Internet, der Dir Hilfe bieten könnte. In meinen Augen spielt es keine Rolle
in welchem Bundesland Du/Ihr lebt. Vielleicht hilft Dir/Euch das schon ein Stück weiter in der Problembe-
wältigung.

https://www.berlin.de/sen/soziales/them ... 152872.php

Ich drücke Dir/Euch ganz fest die Daumen.

Liebe Grüße
Rolf

Ps: Kennst Du den VDK oder SoVD? Mitgliedsbeitrag ca. 6 € im Monat und dort werdet ihr fachmännisch beraten und
rechtlich informiert.
Ich bin Laie.
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Ludwig012
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Re: Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Ludwig012 » 17.08.2016, 08:24

Moin,

kann man ja nicht mit ansehen. Deshalb zur Info:

Ausbildungsgeld bei Maßnahmen in Behindertenwerkstätten (Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich). Für diese Maßnahme bekommt der Antragsteller nach § 125 SGB III seit dem 01.08.2016 im 1. Jahr 67,00 € und ab dem 2. Jahr 80,00 € monatlich. WfbM

Der Betrag ist so gering, weil die Absicherung des Lebensunterhaltes hier nicht übernommen wird. Grund: der Gesetzgeber geht davon aus, dass in anderer Form für den Lebensunterhalt des Auszubildenden gesorgt ist. Das Ausbildungsgeld ist hier für zusätzliche Aufwendungen, die durch eine solche Maßnahme entstehen (z. B. Aufwendungen für Lernmaterialien), gedacht.

Wer eine Absicherung des Lebensunterhaltes nicht hat (zB durch eine Erwerbsminderungsrente), dem müssen für die Zeit der Bildungsmaßnahme die Kosten für den Lebensunterhalt und die Unterkunft auf andere Weise gewährt werden. Je nach dem Umständen des Einzelfalles kommen unterschiedliche Zuständigkeiten in Betracht, meist hilft das Jobcenter. Schöner wäre es, wenn das Sozialamt zuständig wäre über die Grundsicherung (Viertes Kapitel SGB XII). Allerdings wird diese Zuständigkeit nicht gegeben sein, weil eine Tätigkeit im Eingangsbereich (und auch im Berufsbildungsbereich) einer Werkstatt für behinderte Menschen nach verbreiteter (gleichwohl falscher) Auffassung nicht mit einer dauerhaften Erwerbsminderung einhergeht Zum Problem, wenn auch schon etwas alt. Im Arbeitsbereich steht die gesetzliche Fiktion der dauernden Erwerbsminderung dann jedoch ganz unbestritten fest WfbM - Bereiche. Versucht Euer Glück beim Sozialamt und stellt gleichzeitig einen Antrag beim Jobcenter.

Auch interessant!

So, das wars dann nun!
Ludwig012
Zuletzt geändert von Ludwig012 am 17.08.2016, 08:28, insgesamt 1-mal geändert.

halloworld
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Re: Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon halloworld » 16.02.2019, 16:36

Lange nichts gehört aber heute Brief vom Sozialgericht bekommen

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in dem rechtstreit des XXXX gegen stadtverband XXXX weist das Gericht darauf hin, dass der angefochtene versagungsbescheid rechtswidrig sein dürfte. die im rahmen des vorliegenden Verfahrens aufkommende Diskussion um die am dem 1.7.2017 geltende Neufassung des §45 SGB XII ist dem Gericht indes nicht recht verständlich, weil diese norm für die Rechtslage im streitgegenständlichen Zeitraum (1.8.2016 - heute) keine rolle spielt. Zum Zeitpunkt des leistungsantrag war die fragliche Regelung noch nicht in kraft und der beklagte nicht daran gehindert, seiner aus §45 satz 1 SGB XII i.V.m. §20 SGB X herrührende Amtsermittlungspflicht nachzukommen und die Frage einer möglichen vollen Erwerbsminderung des Klägers auf Dauer klären zu lassen. spätestens nach sozialmedizinischer gutachterlichen Stellungnahme der Agentur für Arbeit vom 1.6.2017 dürfte die Vermutung nahegelegen haben, dass der kläger dem allgemeinen Arbeitsmarkt dauerhaft nicht zur Verfügung steht.

im übrigen wäre der angefochtene bescheid bereits unter Berücksichtigung der dort getroffenen Verfügungen aufzuheben. auf die gesetzlich zwingend vorgeschriebene Unterscheidung zwischen Ablehnung und Versagungsentscheidung hat das Gericht den beklagten bereits in der Vergangenheit mehrfach hingewiesen.

es wir nun dem beklagten anheimgestellt sofern dies noch möglich ist eine entsprechende Begutachtung des Klägers durch den rententräger zu veranlassen und rückwirkend die Voraussetzungen des §41 abs. 1 Satz 1 SGB XII prüfen zu lassen. Ansonsten wird das Gericht eine Begutachtung in Auftrag geben´. für diesen fall ist beabsichtigt, dem beklagten die entsprechenden gutachterkosten aufzuerlegen.

sorry für die Kleinschreibung
Hört sich doch gut an?

CuttySark
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Re: Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 17.02.2019, 07:55

Moin, Moin,

manchmal wartet man lange. Lach! Drücke Euch weiterhin die Daumen. Leider wird aber immer erst am Ende abgerechnet.


Liebe Grüße
Rolf
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