SGB XII (NRW)

Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, Mehrbedarfe entsprechend § 30 SGB XII sowie die einmaligen Bedarfe; Kranken- und Pflegeversicherung,

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Chrimei
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SGB XII (NRW)

Ungelesener Beitragvon Chrimei » 05.10.2018, 17:54

Liebe Forenleser,
vor längerer Zeit habe ich einen Mann kennengelernt, der in eine Insolvenz geraten ist. Er hatte vorher über 20 Jahre einen kleinen Betrieb geführt. Wir sind zusammen, bei getrenntem Wohnen. Er bezieht eine sehr kleine Rente, da er sich über Lebensversicherungen abgesichert hatte, die alle futsch sind. Ergänzend bezieht er eine Alterssicherung. In seiner privaten KV ist er in die Basisvesicherung gerutscht und das Amt zahlt ca. 320 € mtl. an die Krankenkasse plus Miete usw.
Ich selbst verfüge über 1.800 € mtl. besitze eine  2 1/2 Zimmer Eigentumswohnung (ca.75 qm) groß, die ich aber noch abzahle. Meine Tochter studiert und macht z.Zt. ihren Master. Ich habe einen GdB von 80 und bin chronisch krank. Meine mtl. Verpflichtungen belaufen sich auf ca. 1400 €. Mein Partner hatte jetzt einen leichten Schlaganfall und wir würden gerne zusammen ziehen. Da ich nicht weiss, ob mir dadurch Nachteile entstehen können, möchte ich auf jeden Fall auf der sicheren Seite sein.
Der Staat würde ja seine Wohn- und Nebenkosten einsparen.
Aber, ich weiss nicht, wie dann alles berechnet wird. Wenn ich mir dabei schaden würde, möchte ich es nicht machen, da ich ja noch die Tochter unterstütze. Ich hoffe so sehr, dass sie uns helfen können.
In Erwartung einer baldigen Antwort verbleibe ich und danken Ihnen schon jetzt herzlich!
Ich weiss nicht, an wen ich mich wenden kann und bin bei meiner Suche auf dieses Forum gestossen.

Ghostwriter
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Re: SGB XII (NRW)

Ungelesener Beitragvon Ghostwriter » 05.10.2018, 18:35

Hallo Chrimei,

ein schöner Gedanke, dich auch um deinen "Lebensgefährten (LG)" zu kümmern. Um auf der ganz sicheren Seite zu sein, würde ich dir empfehlen, im Sozialamt dieses Problem zu besprechen. Beratung steht dabei im Vordergrund.

Da nur dein LG Sozialhilfe bezieht, du aber nicht, würde dieses Zusammenziehen dazu führen, das erst einmal ermittelt werden muss, ob dann noch Hilfebedürftigkeit für deinen LG besteht.

Grob überschlagen:
Ihr beide hätte Anspruch auf: RBST 2 ( 2 x 374,- €) + Schuldzinsen ETW + Nebenkosten + Heizung. Das musst du vergleichen mit den aktuellen Einkünften von dir + Rente vom LG. Ist dieser Betrag höher, gibt´s keine Sozialhilfe, ist dieser Betrag niedriger, kommt noch Sozialhilfe dazu.

Allerdings wird die finanzielle Unterstützung an deine Tochter wegfallen.

Unterm Strich:
Du hast auf jeden Fall Nachteile!

Gruß GW

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Re: SGB XII (NRW)

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 06.10.2018, 19:34

Moin Chrimei,

wenn Du ein gutes Werk tun willst, dann lass alles beim alten. Er hat seine Wohnung, Du Dein Haus, die Tochter ihre mütterliche Unterstützung und fertig.
Er übernachtet ab und an bei Dir und fertig. Braucht er Hilfe organisiere ihm einen Pflegedienst.

So hast Du Ruhe und die erachte ich für extrem wichtig.

LG Rolf
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Ghostwriter
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Re: SGB XII (NRW)

Ungelesener Beitragvon Ghostwriter » 06.10.2018, 20:14

Hallo @ CuttySark

es geht hier nicht um ........

CuttySark hat geschrieben:So hast Du Ruhe und die erachte ich für extrem wichtig.


sondern, wie im Eingangspost geschrieben .....

Chrimei hat geschrieben:wir würden gerne zusammen ziehen


....aber nur ......

Chrimei hat geschrieben:Wenn ich mir dabei schaden würde, möchte ich es nicht machen


Gruß GW

Chrimei
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Re: SGB XII (NRW)

Ungelesener Beitragvon Chrimei » 06.10.2018, 20:35

Hallo GW, danke sehr für die aufschlussreiche Antwort. Das Sozialamt direkt zu fragen, darüber habe ich desöfteren nachgedacht. Aber: gibt es dort eine Anlaufstelle, bei der man sich "solche allgemeinen Auskünfte" anonym holen kann?
Denn, ich möchte schon bei den ganzen Zahlen und was ich in Abzug bringen kann, genaue Informationen haben. Wie gesagt, genau so eine Ansprechstelle, die mir detalliert Auskunft geben kann, wüsste ich gern.

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Re: SGB XII (NRW)

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 07.10.2018, 05:00

Hallo Chrimei,

die gibt es natürlich nicht. Nur wo ist das Problem, wenn Du Dich für Deine Interessen beraten lässt. Dafür sind die Mitarbeiter doch da.Nimm alle Unterlagen und werde dort vorstellig. Am besten wäre es, wenn Du einen Termin zur Beratung machst.

LG Rolf
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Re: SGB XII (NRW)

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 07.10.2018, 05:03

Hallo GW,

Ihr geht es doch darum keine Nachteile zu haben und die hat sie in jedem Fall. Du hast es doch selber geschrieben.

LG Rolf
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Re: SGB XII (NRW)

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 07.10.2018, 05:58

Hallo Chrimei,

Chrimei hat geschrieben:ich möchte schon bei den ganzen Zahlen und was ich in Abzug bringen kann, genaue Informationen haben. Wie gesagt, genau so eine Ansprechstelle, die mir detalliert Auskunft geben kann, wüsste ich gern.

nennt man umgangssprachlich Anwalt oder Steuerberater :grin:

Vielleicht sollte sich Dein Partner, da er der Sozialleistungsempfänger - und insofern der Betroffene - ist, mit einer Beratungsstelle vor Ort in Verbindung setzen: Caritas, Diakonie oder Vergleichbare. Einfach mal googeln.

H.
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Re: SGB XII (NRW)

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 07.10.2018, 16:03

Moin Heinrich,

nicht er muss sich mit einer Beratungsstelle in Verbindung setzen, sondern sie. Es geht um Ihre Knete und nicht um seine.

LG Rolf
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Re: SGB XII (NRW)

Ungelesener Beitragvon Mark16 » 11.10.2018, 11:39

Bei so Sachen sind für mich auch definitiv Beratungsstellen die richtige Anlaufstelle!


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