Grundsicherung und Erbfall - Fragen über Fragen

Fragen zu Einkommen und Vermögen (§§ 11, 12 SGB II)

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Christiane M.
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Re: Grundsicherung und Erbfall - Fragen über Fragen

Ungelesener Beitragvon Christiane M. » 09.10.2018, 07:49

@ CuttySark
Danke. Dazu habe ich mal eine Frage. Wieso dürfen dann Grundsicherungsbezieher, die im eigenen Haus oder in der Eigentumswohnung leben und eine sehr geringe Rente haben, auch im Tafelladen einkaufen? Ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung sind ja beträchtliches Vermögen. Im Vergleich dazu ist das Bargeld , um was es hier bei der Erbauszahlung geht , ein Klacks.

Sorge dich nicht, lebe? 10.000 für eine Einbauküche ausgeben?? Ist das Dein Ernst? Das wär erlaubt? Kann ich nicht glauben. Dann könnt ich die 10.000 statt Einbauküche doch lieber für eine ordentliche Zahnsanierung mit Füllung der Zahnlücken und Erneuerung aller anderen maroden Zahnfüllungen investieren, oder? Dann könnt ich auch wieder normal lachen , wenn ich unter anderen Leuten bin, und nicht mit zusammengekniffenem Mund. Ja, davon kriegt man nicht nur schiefe Nachbarzähne, sondern auch Komplexe.
Wenn ich 10.000 für eine Einbauküche oder Zahnsanierung ausgeben würde, für einen neuen Wäschetrockner , eine neue WM und einen ordentlichen neuen Kühlgefrierkombi, wär der Rest recht schnell weg, und nach ca. einem Jahr würd ich bei denen wieder auf der Matte stehn. Aber ohne diese teuren Investitionen rechnet das Amt ja damit, wenn man es mal mit dem monatlichen Satz ausrechnet, den wir bisher an Aufstockung bekommen, dass das Geld mind. 2 Jahre reichen wird, bis alles ratz fatz weg ist. Und wenn das mit dem Schonvermögen stimmt, würde es keine 2 Jahre ausreichen.
Zuletzt geändert von Christiane M. am 09.10.2018, 07:55, insgesamt 1-mal geändert.

Christiane M.
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Re: Grundsicherung und Erbfall - Fragen über Fragen

Ungelesener Beitragvon Christiane M. » 09.10.2018, 07:58

emmelie hat geschrieben:Hallo Christane M.,

ich bin da mit meinen Zähnen noch nicht viel weiter gekommen, da nichts mehr geht. Man hatte mir mitgeteilt, das ich nur die Quittungen aufheben solle, sei das erforderlich, nach hin- und her schreiben mit den Amt.... Sobald man mitgeteilt bekommt, das man erbt,muss man auch schon das Amt informieren, dann werden die Leistungen eingestellt und man ist in der Position eines Selbständigen, sobald das Geld etwa kurz vor 5000€ verbraucht ist, kann man einen neuen Antrag auf GRUSI stellen. Also man muss nicht warten, bis man bei 5000€ angekommen ist.

emmilie

vielen Dank.

Heißt das dass man das Amt jetzt schon informieren muss, und das Geld wird sofort eingestellt, obwohl man es erst in 2 -4 Wochen bekommt? Ich dachte , es wird erst ab Tag des Zuflusses eingestellt ???

Dazu frage ich hier folgendes:

Hat es was zu sagen, weil ich mich fast ein Jahr lang erst gar nicht um den Pflichtteil gekümmert habe (Krankheit, Depri, war dazu seelisch und gesundheitlich nicht in der Lage, war vor nem Jahr bei einem beschissenen Anwalt zu einer Beratung und hab dann für die Sache keinen zweiten Beratungsschein mehr bekommen und hab dann resigniert), sondern aufgeschoben, und mich außerdem gedrückt vor unangenehmer Auseinandersetzung mit den Verwandten?
Können sie nun rückwirkend ab dem Tag, an dem mir bekannt wurde, dass das Elternteil verstoben ist, ohne dass ich wusste, wieviel es für mich an Pflichtteil zu erben gibt und ob überhaupt noch was, die Leistungen zurück fordern? Ich habe sozusagen erst gestern die Post bekommen, in der konkret steht, wieviel das ist. Vorher gar nicht. Ich wusste nur allgemein, dass ich wegen Enterbung einen Anspruch auf einen Pflichtteil habe.
Das Schreiben, welches ich Ende letzten Jahres vom Nachlassgericht bekommen habe, beinhaltet, dass ich enterbt wurde und dass alles an Erspartem eine andere Person erhält. Das Testament wurde bereits zwei Jahre vor dem Tod des Erblassers geschrieben. Ich konnte daher , als ich davon erfahren habe, auch nicht daraus schließen, dass bei Tod des Erblassers überhaupt noch was davon übrig ist. Auch hab ich den Erblasser immer so erlebt, solange ich noch Kontakt mit ihm hatte, dass er ständig wegen Geldmangel gejammert hat. Von daher hatte ich eher noch zu befürchten, dass nichts mehr übrig geblieben ist. Beerdigungskosten werden ja auch hälftig in Rechnung gestellt, die gehn vom Pflichtteil ab. Es hätt ja sein können, dass der Erblasser in den zwei Jahren vor seinem Tod sein Erspartes verbraucht hat, dann hätt ich nichts mehr bekommen, sondern nur noch die saftige Rechnung für die Beerdigungskosten. Also bis gestern wusste ich nicht, ob der Pflichtteil aus einem Soll oder Haben besteht. Und dass das dann ein Haben ist und auch noch so viel, musste ich erst einmal verdauen. Damit hab ich nicht gerechnet.
Zuletzt geändert von Christiane M. am 09.10.2018, 08:26, insgesamt 3-mal geändert.

Heinrich
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Re: Grundsicherung und Erbfall - Fragen über Fragen

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 09.10.2018, 08:01

Hallo Christiane M.,

Christiane M. hat geschrieben:Wieso dürfen dann Grundsicherungsbezieher, die im eigenen Haus oder in der Eigentumswohnung leben und eine sehr geringe Rente haben, auch im Tafelladen einkaufen?

weil sie Sozialleistungen beziehen. Das vorhandene Schonvermögen (zum Zeitpunkt der Antragstellung vorhandenes eigenes Haus oder Eigentumswohnung sind - im Rahmen von Angemessenheitsgrenzen - Schonvermögen!) spielt dabei nach meinem Wissen keine Rolle.


Christiane M. hat geschrieben:Sorge dich nicht, lebe? 10.000 für eine Einbauküche ausgeben??

Ich habe Dir bewußt empfohlen, vor größeren Ausgaben eine Rechtsberatung vor Ort einzuholen. Denn, wenn Du z.B. 50.000 € erbst und davon z.B. 35.000 € für größere Ausgaben verwendest (neue Küche, neue Zähne, etc.) + von dem Rest dann bis zum Erreichen der Schonvermögensgrenze lebst ... ich an Deiner Stelle würde mich vorher rechtlich absichern, damit das Sozialamt beim nächsten Amtrag auf Grundsicherung dann keinen Ärger macht.

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

Christiane M.
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Re: Grundsicherung und Erbfall - Fragen über Fragen

Ungelesener Beitragvon Christiane M. » 09.10.2018, 08:35

Heinrich hat geschrieben:

Ich habe Dir bewußt empfohlen, vor größeren Ausgaben eine Rechtsberatung vor Ort einzuholen. Denn, wenn Du z.B. 50.000 € erbst und davon z.B. 35.000 € für größere Ausgaben verwendest (neue Küche, neue Zähne, etc.) + von dem Rest dann bis zum Erreichen der Schonvermögensgrenze lebst ... ich an Deiner Stelle würde mich vorher rechtlich absichern, damit das Sozialamt beim nächsten Amtrag auf Grundsicherung dann keinen Ärger macht.

H.


Vielen Dank, das ist eine gute Idee. Eine Rechtsberatung. Nur in der Situation bekommt man bestimmt auch keinen Beratungsschein mehr.

Heinrich
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Re: Grundsicherung und Erbfall - Fragen über Fragen

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 09.10.2018, 08:46

Hallo Christiane M.,

Christiane M. hat geschrieben:Nur in der Situation bekommt man bestimmt auch keinen Beratungsschein mehr.

solange Du noch Grundsicherung beziehst und das Erbe noch nicht da ist, vielleicht schon. Ausprobieren.

Aber selbst, wenn nicht, von dem Erbe wirst Du Dir vermutlich eine anwaltliche Beratung leisten können ;)

H.
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Re: Grundsicherung und Erbfall - Fragen über Fragen

Ungelesener Beitragvon Christiane M. » 09.10.2018, 09:30

Heinrich hat geschrieben:Hallo Christiane M.,

Christiane M. hat geschrieben:Nur in der Situation bekommt man bestimmt auch keinen Beratungsschein mehr.

solange Du noch Grundsicherung beziehst und das Erbe noch nicht da ist, vielleicht schon. Ausprobieren.



H.


Ich glaube eher nicht, dass ich jetzt noch einen Beratungsschein dafür bekomme, denn man muss beim Amtsgericht ja begründen für was man ihn benötigt.

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Re: Grundsicherung und Erbfall - Fragen über Fragen

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 09.10.2018, 17:21

Moin Christine,

womit Du sicherlich im Recht bist.

Liebe Grüße
Rolf
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Die von mir gemachten Äußerungen und Kommentare sowie eigene Beiträge spiegeln nur meine persönliche Meinung wider und stellen auch keine Rechtsberatung dar oder ersetzen eine solche.

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Re: Grundsicherung und Erbfall - Fragen über Fragen

Ungelesener Beitragvon Christiane M. » 10.10.2018, 23:15

Danke.

Noch ist das Geld nicht da. Aber ich muss vorab wichtige Fragen klären. Vielleicht weiß hier jemand was näheres dazu.
Mich plagt gerade folgendes:
Mein volljähriges Kind welches bereits außer Haus wohnt und in der Ausbildung ist, ist total knapp bei Kasse. Ich habe meine SB angerufen,Mitteilung über die bevorstehende Erbauszahlung gemacht und gefragt, wie das ist,wenn ich von dem Geld leben soll bis es verbraucht ist, ob ich besser leben könne oder so wie bei der Grundsicherung. Sie meinte, ja so wie bei der Grundsicherung und hatte nichts einzuwenden gegen die Anschaffung eines neuen Kühlschranks. Und was Zahnarztkosten betrifft, soll ich erst einen Kostenvoranschlag vorlegen. Allerdings auf die Frage, ob ich mein Azubi-Kind von dem Geld monatlich unterstützen könne, meinte sie, das dürfe ich nicht. Es sei denn, so ein monatlicher Zuschuss ist meine gesetzliche Verpflichtung . Ich dürfe das Kind aber von meinen 5000 Schonvermögen unterstützen.
Meine Frage hierzu: Weiß jemand wohin, an welche Stelle, an welches Amt ich mich wenden muss, um zu erfahren und ausrechnen zu lassen, wie hoch mein gesetzlicher Unterhalt(der verpflichtende) in der Zeit ist, wo ich das Erbe habe, bis es aufgebraucht ist?
Zuletzt geändert von Christiane M. am 10.10.2018, 23:17, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Grundsicherung und Erbfall - Fragen über Fragen

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 11.10.2018, 02:22

Moin Christiane,

dann soll Deine Tochter jobben, wie es auch meine Mädchen machten.

Werde beim Amt vorstellig, dass die Bafögzahlung macht und lass Dich beraten.

Mit der Küche meinte ich das todernst. Zähne bekommst Du aus China für wenig Geld mit 5 Jahren statt 2 Jahren Garantie, wie in Deutschland üblich.

Liebe Grüße
Rolf
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Re: Grundsicherung und Erbfall - Fragen über Fragen

Ungelesener Beitragvon Christiane M. » 11.10.2018, 12:39

@CuttySark,
was mein volljähriges Kind in der Ausbildung betrifft, ist es ein Sonderfall was zusätzliches Jobben betrifft.
Und was den Unterhalt ans Kind betrifft, habe ich heute das Jugendamt angerufen

Zähne aus China, bitte darüber möchte ich mehr erfahren - muss ich dafür nach China reisen?
Zuletzt geändert von Christiane M. am 11.10.2018, 12:56, insgesamt 3-mal geändert.


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