Umzug in Hamburg

Fragen zu den Leistungen für Unterkunft und Heizung (§ 22 SGB II)

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Wilhelm
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Umzug in Hamburg

Ungelesener Beitragvon Wilhelm » 20.05.2019, 13:38

Guten Tag
Ich beschreibe mal das Problem. Wir sind eine fünfköpfige Familie in Hamburg die in einer 3 Zimmer Wohnung lebt, die Wohnung ist sehr günstig da wir vor langen Zeit zu dritt eingezogen sind. Kaltmiete 480€. Jetzt haben wir eine passende Wohnung gefunden mit einem Zimmer mehr. dem entsprechend die Quadratmeter auch und natürlich teurer 970€ aber im Rahmen das von der Stadt Hamburg erlaubten Kalt Miete bei Hartz IV was das Amt übernehmen würde.Das sind maximal 1035€.
Bei einem Gespräch im Jobcenter in der Finanzabteilung hat man das Angebot/Übernahme der Miet Kosten für die Wohnung nicht akzeptiert mit der Begründung das die derzeitige Wohnung deutlich günstiger und 5 Personen in 3 Zimmern akzeptabel sei.
Bei 6 Personen würden wir die Zusage für die 4 Zimmer bekommen oder wenn die neue Wohnung geringfügig teurer wäre hätten wir Zuspruch.

Wir wohnen im Hochhaus daher ist es eine sehr sehr kleine Miete für Hamburg. Wir hocken auf einander in den 3 Zimmern. Die Kinder haben nicht das gleiche Geschlecht.
Ist die Basis der Absage rechtens?
Hat jemand einen sinnvollen Rat?

Heinrich
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Re: Umzug in Hamburg

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 20.05.2019, 14:58

Hallo "Wilhelm",

die Anzahl der Räume in der Wohnung ist, auch wenn das vielleicht wenig nachvolziehbar klingt, nicht so wichtig.

Ausschlaggebend ist m.W.n. die Quadratmeter-Zahl bzw. die Miethöhe.

Wieviel qm habt Ihr denn aktuell, und wieviel qm häte die neue Wohnung?

Ich glaube, für eine Einzelperson werden grob 45 qm gerechnet und zusätzliche 15 qm pro weiterer Person. Das wären bei Euch rechnerisch rund 100 qm. Aber wie gesagt, es ist Glauben und nicht Wissen. Hinzu kommt, daß man Kindern alterabhängig evtl. zumuten kann, zu zweit oder ggf. zu dritt ein Zimmer zu teilen. Oder ein ganz kleines Kind schläft noch bei den Eltern. Das würde die genannten rund 100 qm etwas reduzieren.

Auch noch ganz wichtig: habt Ihr die Ablehnung des JC nur mündlich oder - besser - schriftlich?

Falls schriftlich, ggf. Widerspruch gegen die Entscheidung einlegen. Falls nur mündlich, Antrag (auf Umzugserlaubnis bzw. auf Kostenübernahme neue Wohnung) noch mal schriftlich einreichen und Entscheidung abwarten.

Vorher bitte prüfen, wieviel qm Ihr in HH max. haben dürft. Da aber m.W.n. letzlich die Kosten (max. Miethöhe) ausschlaggebend ist, sehe ich persönlich anhand Deiner Angaben kein Problem für einen Umzug.

Ggf. Rechtsberatung vor Ort einholen. Und mal googlen, was es in Hamburg bezüglich Rechtsberatung Harzz IV außer Anwälten noch so gibt.

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

Wilhelm
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Re: Umzug in Hamburg

Ungelesener Beitragvon Wilhelm » 20.05.2019, 17:24

Danke Heinrich,
Wir haben momentan 76 Quadratmeter die neue Wohnung wäre 99 Quadratmeter maximal erlaubt bei 5 Personen sind 105 Quadratmeter.
Der Ältere ist 15 Jahre, die Tochter 5 und der jüngste 3 Jahre.
Ich habe noch mal telefoniert und um die Ablehnung mündlich gebeten. Diese wird mir zugeschickt.
Danke für den Rat mit der Rechstsberatung.

CuttySark
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Re: Umzug in Hamburg

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 21.05.2019, 07:42

Moin Wilhelm,

wie wäre es denn mit einem sagen wir mal "gestaltenden Vorschlag". Dein Vermieter würde Dich/Euch kündigen, dann könnte er die Wohnung zu einem wesentlich höheren Preis anderweitig vermieten. So hätten 2 Interessen einen gemeinsamen Weg gefunden.

Ich bin immer der Meinung, dass wo ein Wille vorhanden ist, sich ein Weg auftut.

Liebe Grüße
Rolf
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Die von mir gemachten Äußerungen und Kommentare sowie eigene Beiträge spiegeln nur meine persönliche Meinung wider und stellen auch keine Rechtsberatung dar oder ersetzen eine solche.


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