Unterkunft bei Eltern

Fragen zu den Leistungen für Unterkunft und Heizung (§ 22 SGB II)

Moderator: Regelteam

Merle
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Unterkunft bei Eltern

Ungelesener Beitragvon Merle » 12.11.2018, 21:42

Hallo hoffe jemand kann helfen kenne mich da überhaupt nicht aus
Folgendes:
Bekannte von mir 43 Jahre alt momentan bei mir untergekommen muss aus Privaten Gründen bei ihrer Mutter wohnen.Tochter ist durch Schwerbehinderung auf kleine Hilfe angewiesen (morgens wecken) da sie nur noch 20 %Hören kann .[ hat sich von ex getrennt sind nicht verheiratet auch keine kinder war vorher Selbständig und daher auch kein Arbeitslosengeld sondern Harz 4 ] Was muss im Harz 4 Antrag ausgefüllt werden .Mutter 73 jahre hat kleines Haus [ fast Eigentum] Abtrag Bank 160 euro bezieht kleine Altersrente .Mutter würde Tochter oben 2 Zimmer mit Bad zur Verfügung gestellen nur Küche und Waschmaschine muss geteilt werden .Jeder Wirtschaftet für sich alleine Mutter wohnt unten für sich und Tochter ist oben für sich...Mutter kann Tochter nicht unterstützen kleine RENTE muss sie auch nicht wie ist das mit der Kosten für Unterkunft? Umsonst wohnen lassen will Mutter sie auch nicht. Kosten der Unterkunft angesetzt jeder die Hälfte also
Miete 160 :2 Mutter Hälfte und Tochter= 80 Euro
und Rest Nebenkosten kleine Pauschale
Muss Mutter die 80 Euro Versteuern? Da ja kein Gewinn erzielt wird.Geht ja an die Bank
Also kosten der Unterkunft 80 euro ist ja KEIN GEWINN wird ja an die Bank bezahlt und NEBENKOSTEN sind ja Verbrauch.Es gibt ja ein Rentenfrei Betrag im Jahr wer kenn sich aus ? Kann jemand behilflich sein ?
Herzlichen dank für die Zeit und Antwort.

Heinrich
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Re: Unterkunft bei Eltern

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 13.11.2018, 05:20

Hallo Merle,

was ich nicht ganz verstehe: die 43-jährige Bekannte ist die Person mit der Schwerbehinderung oder hat die Bekannte eine behinderte Tochter und zieht nun zu ihrer Mutter, d.h. zur Oma des behinderten Kindes?

Auch mit den Zahlen komme ich nicht ganz klar: was bedeutet "Abtrag Bank 160 euro"?

Die Mutter soll mit ihrer Tochter einen normalen Mietvertrag abschließen. Dafür kann man in Schreibwarengeschäften Vordrucke kaufen. Evtl. findet sich sowas auch online.

Den Mietzins (Miete) würde ich höher ansetzen, soweit vom Betrag her sozialrechtlich "angemessen". Wie hoch die Miete genau sein darf, weiß das Jobcenter bzw. das Sozialamt.

Falls nur die reinen Selbstkosten als Miete angesetzt werden, braucht m.E.n. nicht versteuert zu werden. Genauere Auskunft hierzu erteilt das zuständige Finanzamt bzw. ein Steuerberater.

H.
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Re: Unterkunft bei Eltern

Ungelesener Beitragvon w12 » 13.11.2018, 10:54

Hallo

Zu beachten ist § 42a SGB xII.

Notwendig ist auf jeden Fall ein Untermietvertrag.
Zu beachten ist, dass die Kosten des Hauses nicht nur den Abtrag beinhalten.

Es bedeutet aber auch, dass die Aufwendungen anteilig einem entsprechenden Mehrparteienhaushalt entsprechen müssen (Hier 50 % oder weniger).
Es ist also nicht nur auf die Angemessenheit eines 1-Personenhaushalts abzustellen.

Gruß
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Merle
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Re: Unterkunft bei Eltern

Ungelesener Beitragvon Merle » 13.11.2018, 11:51

Hallo
Meine 43 jährige Bekannte selber ist Schwerbehindert und möchte zur Mutter zurück
[es gibt keine kinder]
Es ist ja KEINE abgeschlossene Wohnung Dachbodenberreich hat lediglich 2 zimmer mit eigenen Bad und Küche muss unten bei Mutter geteilt werden .Hauslast /Bank was ja eine Art Miete ist von 160 Euro Monatlich .das geteilt durch 2 = 80 euro und nicht mehr MUTTER will ja KEINE Gewinn Einnahme erzielen

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Re: Unterkunft bei Eltern

Ungelesener Beitragvon w12 » 13.11.2018, 14:06

Hallo Merle

Etwas Gewinn wäre doch gut, wenn das Dach undicht wird.

Was man umlegen kann, dafür gibt es die Betriebskostenverordnung - BetrKV.

Gruß
w12
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Heinrich
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Re: Unterkunft bei Eltern

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 13.11.2018, 14:25

Hallo Merle,

Merle hat geschrieben:MUTTER will ja KEINE Gewinn Einnahme erzielen

warum nicht? Die Miete zahlt doch das Jobcenter ...

Aber wenn unbedingt an der schon genannten Konstellation festgehalten werden soll, dann ist das aus meiner Sicht eine Art Wohngemeinschaft. Dann muß die Mutter ihrer Tochter schriftlich bestätigen, daß sie ihr gegen Zahlung von mtl. 80 € + anteilige Betriebskosten die Räumlichkeiten im DG überläßt und daß die Küche gemeinschaftlich genutzt wird.

Diesen Schrieb wird das Amt sehen wollen.

Für die Tochter kommt unter diesen Umständen m.M.n. ggf. die Regelbedarfsstufe 3 in Betracht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Regelbedarf#Aktuelle_H%C3%B6he (bißchen runterscrollen)

Aber trotz allem ... wenn die Tochter nur die anteiligen Betriebskosten erstatten würde, wäre das mit hoher Wahrscheinlichkeit steuerfrei. Die 80 € jedoch sind m.M.n. Einkommen der Mutter. Daß sie auch quasi eine Kostenerstattung darstelle, wird finanzrechtlich nicht interessieren. Auf gut Deutsch: die 12 x 80 € = 960 € jährlich sind aus meiner Sicht grundsätzlich steuerpflichtiges Einkommen der Mutter. Da kann die Mutter auch gleich ein paar € mehr verlangen ...

H.
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Re: Unterkunft bei Eltern

Ungelesener Beitragvon w12 » 13.11.2018, 14:52

Hallo

Mal ganz einfach:

160 an Bank - 80 Einnhame = Gewinn?

Ich möchte auch sowas.

Der Tochter steht Regelstufe 1 zu.

Gruß
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