Erhöhung MWST für Fleisch

und sich nicht um Hartz IV, Grundsicherung oder Sozialhilfe dreht.

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Pete123
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Re: Erhöhung MWST für Fleisch

Ungelesener Beitragvon Pete123 » 09.08.2019, 23:04

Hallo Rolf,

Fleisch als Luxusprodukt das ist eines der Dinge die ich mir nicht wünsche, und ob die Verteuerung dann durch Steuern, andere Abgaben oder höhere Unternehmensgewinne erfolgt ist mir ziemlich egal. Ich will sie nicht. Und mit ner "Heile Welt Landwirtschaft" wie aus dem Mittelalter können wir jetzt keinen Blumentopf mehr gewinnen, aber man kann ja trotzdem gegen die Mißstände etwas unternehmen wenn man sie erkennt, siehe Käfighaltung bei Hühner.

Ansonsten kann ich sagen das mir Laufe meines Lebens so oft versucht wurde mir Angst zu machen, Waldsterben & Co., das ich jetzt keine mehr habe.
HINWEIS: Wer ein anrechenbares Einkommen (EU-Rente o.ä.) hat und Sozialhilfe oder Grundsicherung bezieht,der kann die Beiträge zum VdK oder SoVD in voller Höhe als Werbungskosten absetzen.Somit kostet die Mitgliedschaft keinen Cent.
Gruß Pete123 :)

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Re: Erhöhung MWST für Fleisch

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 10.08.2019, 06:08

Moin Pete123,

das geht mir nicht anders, warum auch immer? Ich bin als Nachkriegskind im Ruhrpott geboren worden und ach ich habe dieses Angstszenario so mitbekommen, wie du es beschreibst. Das ist es in meinem Fall auch nicht. Es ist die Qualität von Lebensmitteln, die mich in diese Richtung denken lässt, Dazu kommen Erfahrungen, die ich selber in der Landwirtschaft, auf einem 120 ha Betrieb im Obstanbau, habe sammeln können.

Der Betrieb ist nach meinem Ausscheiden zerschlagen worden und heute führen mehrere Bauernfamilien diesen Betrieb weiter und vergrößerten ihn erheblich. Es erfolgte eine Betriebsumstellung von reiner Monokultur auf Produktvielfalt mit dem Thema Obst und Gemüse zur Selbsternte. Ich hatte dies mit der Landwirtschaftskammer Münster 1978 erarbeitet.

Glaubst du allen ernstes, dass Verbraucher höhere Preise zahlen wollen? Der Verbraucher will den Mercedes zum Preis eines VWs Polo kaufen, wie auch immer dies gemacht wird. Kostet Schweinenacken statt 3,48 € pro kg 44 €, wie Rinderfilet erledigt sich die Diskussion von selber.

Der Arbeitnehmer muss sich überlegen, was er will. Wie man sieht sind die Trottel bereit für 9,84 € zu arbeiten. Finde das sollen sie. Es ist ja ihr Wunsch.

Meine Einstellung resultiert aus Jahren der Enttäuschung über unsere Arbeitnehmer, wobei der noch so größte Dummkopf sehen kann, dass Arbeiter bei VW, die höchsten Löhne beziehen, wobei die Organisationsquote bei VW 98 % ist. Floristen und Friseure sind fast zu 0 % organisiert. Belohnt werden Sie mit den niedrigsten Löhnen, wie sie es verdient haben. Sie sparen natürlich den Gewerkschaftsbeitrag, was sehr, sehr clever ist...........

Liebe Grüße
Rolf
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Re: Erhöhung MWST für Fleisch

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 10.08.2019, 09:45

Hallo Pete123,

Pete123 hat geschrieben:das ich jetzt keine mehr habe.

SO ist's richtig!

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

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Re: Erhöhung MWST für Fleisch

Ungelesener Beitragvon Mohikaner » 15.08.2019, 14:51

CuttySark hat geschrieben:Der Preis für Fleisch muss gravierend anziehen, erst dann geht die Nachfrage in die Knie und es erfolgt ein Umdenken.


Keine Ahnung, was Du isst, aber dafür - und nur dafür - müsste der Preis drastisch anziehen. Auser, ich esse das auch. Dann müsste der Preis drastisch fallen.


CuttySark hat geschrieben:dem stimme ich zu Pete, weil es ein Witz wäre, Fleisch mit 12 % Mehrwertsteuer mehr zu belasten, weil die Ware von vornherein viel zu billig ist, wie es Lebensmittel in Deutschland überhaupt sind. Grundfleisch pro Kilogramm 20 €, die edlen Fleischstücke 40 € bis 60 €. Schau Dir die Preise an, die für gutes Rindfleisch bezahlt werden.


So lange ich im ALG2-Bezug bin 8und das ist schon sehr lange; bald klappt der Deckel zu), ist mir das sowas von egal, weil ich mir das NIE leisten kann.


CuttySark hat geschrieben:Und bitte höre mit dem Gesülze "die armen ärmsten der Armen" auf. Das Geseier widert mich mittlerweile an. Ich gehörte selber zu dieser Gruppe und werde hoffentlich bald wieder dazu gehören, da ich dann 1.000 € Miete berappen muss.

Ich habe auch nur die Sozialhilfesätze gehabt und mich durch Ideen dazu gebracht ein "mehr" zu erwirtschaften, völlig legal basierend auf unseren Gesetzen. Die ärmsten der Armen sind doch selber schuld, wenn sie diesen Scheiß mit sich machen lassen. Seit 2004 kämpfe ich gegen dieses System und habe irgendwann begriffen, mit Dir kämpft niemand, Du kämpfst Deinen eigenen Kampf und als ich das begriff und nur noch an mich dachte, da lohnte es sich.

Immer schön SPD und CDU/CSU wählen, dann gibt es jedes Jahr 5 € mehr an Brotkrumen..........


:clap:


Und ausserdem: JEDE Steuererhöhung wird ERSTMAL dazu genutzt, AUCH die Preise selbst anzuziehen, Zu glauben, dass eine Erhöhung auf 19% nur eine Preissteigerung von 12% bringt ist sowas von realitätsfern.

Und Tierwohl? Sch.., es geht um Schlachtvieh!

Ich will die nicht knuddeln, ich will die essen!

Christiane M.
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Re: Erhöhung MWST für Fleisch

Ungelesener Beitragvon Christiane M. » 12.10.2019, 00:52

Die Sache ist ganz einfach: Beim Verbraucher fängt alles an. Er hat eine so große Macht, die ihm gar nicht bewusst ist. Im Grunde braucht man auch nicht mehr über die MWST für Fleisch diskutieren. Erübrigt sich alles, wenn man keine Tierprodukte mehr konsumiert. Einfach damit aufhören, so wie wenn man stirbt. Da kann man auch nichts mitnehmen. Man möchte schlichtweg anderen Lebewesen keinerlei leid mehr zufügen, wer direkt noch indirekt und hat verstanden , dass sie genauso wie man selbst ein Recht auf Freiheit und Unversehrtheit haben. Ich frage mich, wie lange es noch dauert und was noch alles passieren muss, bis die Mehrheit der Menschen an diesen wesentlichen Punkt ankommt.
Und die Politiker erübrigen sich auch, wenn die Leute nicht mehr so blind sind und aufhören, sie zu wählen. Wahl ist eh ein Schwindel. Egal welche Politiker man wählt, man wählt immer nur das kranke System. Dadurch hat es seinen Fortbestand.


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