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Nachzahlung, größere Summe anrechnen WIE???

Verfasst: 02.12.2018, 23:17
von JessSchakal
Guten Abend Allerseits,

ich bin neu hier und bräuchte Hilfe...

Situation:

Von 11/2016 - 11/2018 in einer befristeten Rente mit Anspruch auf Grundsicherung/Sozialhilfe bei Erwerbsminderung. Im Sommer 2018 einen Bescheid der DRV erhalten, meine Rente wird ab 12/2018 als Dauerrente weitergewährt. Ab da habe ich Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. 09/2018 ein Schreiben meines ehemaligen Arbeitgebers, Kündigung und Nachzahlung der Urlaubsabgeltung, wird Ende 11/2018 auf Konto überwiesen. Sozialamt hat direkt die Zahlung für 11/2018 gekürzt, da es wohl egal ist, ob das Geld am Anfang oder Ende des Monats eingegangen wäre (wie man aber anfangs des Monats Miete bezahlen soll scheint nicht zu interessieren...) Sozialamt hat dann die Abgeltungssumme von 7.610 Euro brutto auf ca. 3.000 Euro netto eingeschätzt und auf 6 Monate verteilt, sodass ich erst Mai 2019 Anspruch auf Grundsicherung habe. Soweit so gut....

Nun hat aber mein ehemaliger Arbeitgeber die komplette Summe von 7.610 Euro überwiesen. Jetztstellt sich mir die Frage, wie wird es jetzt verteilt? Durch 12 oder mehr Monate, gibt es da eine feste Regelung? Dann möchte ich gerne im Frühjahr 2019 umziehen und von dem Geld die Kaution bezahlen, darf ich das? Was darf ich davon für renovieren oder ggf. neue (gebrauchter Herd und Kühlschrank) ausgeben?

Vielen lieben Dank für Eure Hilfe! :ja:

Schöne Grüße

Re: Nachzahlung, größere Summe anrechnen WIE???

Verfasst: 03.12.2018, 05:17
von Heinrich
Hallo JessSchakal,

ich glaube, Du hast ein ganz anderes Problem: wenn der AG den kompletten Bruttobetrag überwiesen hat, sind Steuern, Sozialabgaben, etc. nicht berücksichtigt, d.h. vermutlich mußt Du Dich darum kümmern und das Sozialamt wird nachträglich vermutlich den Bruttobetrag anrechnen.

Bevor da ein Kuddelmuddel entsteht, würde ich mich fachlich vor Ort beraten lassen. Du solltest einen Steuerberater aufsuchen, der Dir verrät, welche Abgaben Du von dem Geld tätigen mußt.

Parallel dazu mußt Du den Geldzufluß dem Sozialamt melden. Auf wieviel Monate die das dann umlegen, weiß ich nicht. Wenn Du nach Meldung des Geldzuflusses einen Bescheid erhältst, diesen genau prüfen (lassen)!

Mehr fällt mir zu Deiner Sache nicht ein, außer zu den letzteren Fragen: mit Deiner Kohle kannst Du machen, was Du willst. Du darfst sie so ausgeben, wie Du sie auch ohne Sozialhilfebezug ausgeben würdest. Ich würde mit dem Tätigen von größeren Ausgaben jedoch warten, bis alles geklärt ist.

H.

Re: Nachzahlung, größere Summe anrechnen WIE???

Verfasst: 03.12.2018, 10:48
von Pete123
Moin,

wenn die EU-Rente relativ hoch und die Summe die das Sozialamt als Aufstockung bezahlt relativ gering ist,dann lohnt es sich eventuell wenn man sich vorübergehend aus der Grundsicherung abmeldet.

Re: Nachzahlung, größere Summe anrechnen WIE???

Verfasst: 03.12.2018, 12:20
von w12
Hallo JessSchakal

Grundsätzlich handelt sich bei der Nachzahlung um einmaliges Einkommen.
Das ist auf 6 Monate aufzuteilen.
Wenn bereits gezahlt worden ist (ohne Berücksichtigung der Einnahme), dann ab nächsten Monat nach Zufluss, ansonsten zählt bereits der laufende Monat.

Nach meiner Kenntnis ist der AG für die korrekte Abrechnung zuständig.
Ggf. besteht jetzt ein Anspruch auf Rückforderung seitens des AG.

Bei Entfall Sozialhilfe wäre auch ein Anspruch auf Wohngeld zu prüfen.

Gruß
W12

Re: Nachzahlung, größere Summe anrechnen WIE???

Verfasst: 03.12.2018, 12:21
von CuttySark
Moin, Moin Pete123,

die Rente kann von der Logik her nicht hoch sein, wenn der Beitrags Einstellende Anspruch auf Grundsicherung hat. Zuerst müsste geklärt werden, warum der ehemalige Arbeitgeber den Lohn Brutto für Netto zahlt. Dazu gibt es in jedem Fall eine Erklärung, die er dem ehemaligen Angestellten sicherlich mitgeteilt hat.

Liebe Grüße
Rolf