Nochmal eine Frage ALGII wegen Kontoüberziehung

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Schluppe

Nochmal eine Frage ALGII wegen Kontoüberziehung

Ungelesener Beitragvon Schluppe » 07.09.2006, 12:17

Hier ist nocheinmal Schluppe
Ich möchte mich für eure antworten bedanken, das habe ich nicht gewußt, das man sein Konto nicht überziehen darf, wenn man ALGII Empfänger ist. Nun mache ich mir sorgen was mir passieren kann. Kann man mir das ALGII streichen, und was ist dann mit meiner Miete? Natürlich habe ich die Hoffnung, das das Arbeitsamt nicht die Kontoauszüge sehen möchte.Ich werde nie wieder mein Konto überziehen. Aber kann mir irgendjemand schreiben wie es nun weitergeht? Vielen Dank für Eure Hilfe im voraus. Schluppe

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Uwe Kruppa
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Re: Nochmal eine Frage ALGII wegen Kontoüberziehung

Ungelesener Beitragvon Uwe Kruppa » 07.09.2006, 19:55

Hallo „Schluppe“...

Wenn du das Konto nicht übermäßig überzogen hast (~ 500,00 EURO) wird dir nicht viel passieren. Wenn es allerdings mehr sind, wirst du dir von der Behörde die Frage gefallen lassen müssen wofür du das Geld gebraucht hast. Wie sich dann die Behörde verhalten wird ist unmöglich vorherzusagen, sie wird dann eine einzelfallabhängige Entscheidung treffen. Die dich aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht Obdachlos werden oder Verhungern lässt. Aber mit Leistungseinschnitten ist dann zu rechnen.

Gruß

Uwe Kruppa

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Hans Gram
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Re: Nochmal eine Frage ALGII wegen Kontoüberziehung

Ungelesener Beitragvon Hans Gram » 07.09.2006, 23:29

Hoch interessant!

Bekanntlich hat der Hilfebedürftige ALLES zu tun, damit er ganz oder teilweise von staaltlichen Leistungen unabhängig wird. Demnach müßte er auch einen Kredit, hier Dispokredit, aufnehmen, damit er auch teilweise seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft bestreiten kann.

Julchen38

Re: Nochmal eine Frage ALGII wegen Kontoüberziehung

Ungelesener Beitragvon Julchen38 » 08.09.2006, 11:23

Hallo Uwe,

wie verhält es sich im folgenden Fall:

Arbeitslosenhilfeempfänger überzieht sein Konto (Arbeitsamt interessierte sich ja damals nicht dafür), nun kommt dieser in ALG 2 Bezug und gibt den Stand seines Kontos an (hier: ca. 1000,00 Euro minus). In meinen Augen sind das Schulden an die Bank, die der ALG 2 Empfänger mit in den Bezug nimmt und kein zusätzlicher Geldzufluss. Diese Überziehung wird nun jeweils monatlich mit dem ALG 2 Geld ausgeglichen.

Somit hat der Arbeitslose nie die Chance das ALG 2 zum Lebensunterhalt zu nutzen, da er erst einmal seine Schulden ausgleichen muß und demzufolge wieder auf "Pump" lebt.

Wie sieht es in diesem Fall also aus, wenn der Empfänger den Überziehungsbetrag schon bei Beantragung von ALG 2 mitgebracht hat?

Viele Grüße
Julie

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Re: Nochmal eine Frage ALGII wegen Kontoüberziehung

Ungelesener Beitragvon Uwe Kruppa » 08.09.2006, 23:53

Hallo „Julchen38“...

Die Bezüge nach dem SGB II (ALG II) sind dafür gedacht, die augenblickliche Hilfsbedürftigkeit zu decken und nicht davon Schulden, wie auch immer diese entstanden sind, zu begleichen.

„Altschulden“ finden in der ALG II – Berechnung keine Berücksichtigung.

So hart wie sich das jetzt für dich anhören mag, aber die Bankschulden müssen warten. Die Bank darf (nach höchstrichterlichen Rechtsprechung und dem Gesetz) auch nicht einfach das ALG II behalten, um erst einmal den Überziehungskredit auszugleichen. Die Bank muss dir den vollen ALG II Betrag auszahlen.

Gruß

Uwe Kruppa

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