Partnereinkommen Bundesteilhabegesetz

Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, Mehrbedarfe entsprechend § 30 SGB XII sowie die einmaligen Bedarfe; Kranken- und Pflegeversicherung,

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wiegehtesweiter
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Partnereinkommen Bundesteilhabegesetz

Ungelesener Beitragvon wiegehtesweiter » 17.09.2019, 11:17

Guten Tag

ich bekomme Grundsicherung nach SGB XII weil ich voll erwerbsunfähig bin und einen Grad der Behinderung habe.
Jetzt fängt bald meine Eingliederungshilfe in Form von Betreutem Einzelwohnen an.
Damit falle ich ab 2020 in das neue SGB IX aufgrund Bundesteilhabegesetz, richtig?

Welche Vorteile hätte ich damit mit dem nicht mehr einrechenbaren Partnervermögen?
Würde das bedeuten, mein Partner muss nur für die Eingliederungshilfe nichts dazu zahlen,
oder würde das sogar bedeuten, dass er nicht mehr mit meiner Sozialhilfe verrechnet werden kann?
Denn er würde für mich mitzahlen wegen Bedarfsgemeinschaft, richtig? Was trifft nun zu?

Zweite Frage: Wann dürfte der Partner nicht mehr mitgerechnet werden? Erst wenn ich komplett vom Amt weg bin oder schon wenn ich eine Umschulung oder sonstige Berufsmaßnahme in einem z.B. Berufsförderungswerk anfangen würde?

Danke für sinnvolle Beiträge

Kolkrabe
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Re: Partnereinkommen Bundesteilhabegesetz

Ungelesener Beitragvon Kolkrabe » 17.09.2019, 20:46

Hallo,

Der Partner muss nur für die Eingliederungshilfe nichts mehr dazu zahlen, da diese 2020 aus der Sozialhilfe ausgegliedert wird. Den Lebensunterhalt betrifft dies nicht. Da gilt nach wie vor die Regelung hinsichtlich der Bedarfsgemeinschaft.

Das ist schon ein ziemlicher Vorteil im Vergleich zum derzeitigen Zustand, finde ich.

Die Bedarfsgemeinschaf besteht unabhängig davon, ob Du arbeitest oder nicht. Es gibt ja auch "Aufstocker", da wird auch das Einkommen des Partners mit angerechnet. Du kannst dann aber Fahrtkosten und andere Kosten (Mitttagessen außer Haus, Arbeitskleidung?) geltend machen wenn Du eine berufliche Maßnahme machst. Alles vorher beantragen.

Grüße,

Der Kolkrabe

wiegehtesweiter
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Re: Partnereinkommen Bundesteilhabegesetz

Ungelesener Beitragvon wiegehtesweiter » 18.09.2019, 00:19

Also meinen Sie, dass ich, solange ich irgendwas mit Jobcenter, Arbeitsamt, Sozialamt hinsichtlich des Lebensunterhalts zu tun habe, immer das Einkommen des Partners angerechnet bekomme? Oh dann gilt das mit dem Schonvermögen beim Partner ja wirklich nur bei der Eingliederungshilfe, schade. Es ist sehr schwierig, immer was von seinem Geld abzwacken zu müssen, das gibt oft Streit, da ich eigentlich wollte, dass jeder sein eigenes Geld hat. Da hilft dann wohl nur gesund werden und weg vom Amt. :wut:

CuttySark
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Re: Partnereinkommen Bundesteilhabegesetz

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 18.09.2019, 04:20

Moin wiegehtesweiter,

er muss ja nichts abzweigen von seinem Geld. Er muss sich lediglich eine eigene Wohnung nehmen und die Problematik ist gelöst, was auch den Vorteil hat Rückzügsmöglichkeiten zu haben.

Liebe Grüße
Rolf
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wiegehtesweiter
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Re: Partnereinkommen Bundesteilhabegesetz

Ungelesener Beitragvon wiegehtesweiter » 18.09.2019, 11:22

Na wenn es sonst nichts ist, als eine weitere Wohnung zu mieten und diese halbwegs einzurichten, uiuiui.
Da fehlt uns das Geld. Er hat grade genug um sich über Wasser zu halten, kann im Monat mal 50€ zur Seite legen, den Rest braucht er alle selbst, da ist das ein Unding, auch noch mich durchzufüttern. Zumal ich eh schon tief in der Kreide bei ihm stehe.

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Re: Partnereinkommen Bundesteilhabegesetz

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 18.09.2019, 15:19

Moin wiegehtesweiter,

???????????? Ihr bekommt Ertausstattung und damit ist die Wohnung eingerichtet, mal abgesehen von dem höheren Regesatz den Ihr bekommt. Dann würde ich die Pflegestufe beantragen. Kreativität ist gefragt.

LG Rolf

Wieso stehst Du in der Kreide? Das Geld könntest Du eh nicht zurückzahlen. Das weiß doch Dein Typ. Gehe von der Voraussetzung aus, dass er rechnen kann.
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Kolkrabe
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Re: Partnereinkommen Bundesteilhabegesetz

Ungelesener Beitragvon Kolkrabe » 18.09.2019, 18:03

Ich finde es völlig ok, wenn man für seinen Lebenspartner auch finanziell Sorge trägt. Wozu teilt man das Leben mit einem Partner, wenn man das nicht will? Dann ist es allenfalls ein Freizeitpartner, und dann kann man auch getrennt wohnen.

Es ist sehr gut, dass die Eingliederungshilfe rausgenommen wird aus dem Sozialhilfegesetz, das schafft Gerechtigkeit für Menschen mit Behinderungen.

Es müsste ein Grundeinkommen geben.
Zuletzt geändert von Kolkrabe am 18.09.2019, 18:09, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Partnereinkommen Bundesteilhabegesetz

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 18.09.2019, 18:10

Moin Kolkrabe,

vieleicht würde es sich lohnen zwischen den Zeilen zu lesen:

<Es ist sehr schwierig, immer was von seinem Geld abzwacken zu müssen, das gibt oft Streit, da ich eigentlich wollte, dass jeder sein eigenes Geld hat.>

Ich schreibe nicht umsonst etwas. Mit meinem Rat ist die Situaqtion entspannt. Bedingt durch die eigene Wohnung und eigenes Geld hat jeder Partner Vorteile.

LG Rolf
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Re: Partnereinkommen Bundesteilhabegesetz

Ungelesener Beitragvon Kolkrabe » 18.09.2019, 18:31

Moin Rolf,

Ja. Du hast ja grundsätzlich recht. Aber eine zweite Wohnung einzurichten kostet auch viel Geld. So einfach ist das alles nicht. Es ist auch so, dass man auf Dauer damit leben muss, dass es nicht so geht, wie man das eigentlich wollte. Da hilft dann wohl nur ein offenes Gespräch.

Streit um Geld ist immer blöd. Das kommt auch bei Leuten vor, die mehr haben. Ob man sich um Geld streitet, hängt nicht davon ab, wieviel oder wenig man hat, sondern es ist eine Frage wie man damit umgeht. So sehe ich das jedenfalls.


Der Kolkrabe

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Re: Partnereinkommen Bundesteilhabegesetz

Ungelesener Beitragvon Kolkrabe » 18.09.2019, 19:36

Moin Rolf,

CuttySark hat geschrieben:vieleicht würde es sich lohnen zwischen den Zeilen zu lesen:


Davon abgesehen kann ich nicht "zwischen den Zeilen lesen" das können Autisten üblicherweise fast nie. :D

Grüße,

Der Kolkrabe


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