wohnungswechsel

§§ 68 ff SGB XII Umfang der Leistungen, Hilfe zur Weiterführung des Haushalts, Altenhilfe, Blindenhilfe, Hilfe in sonstigen Lebenslagen, Bestattungskosten...

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wohnungswechsel

Ungelesener Beitragvon candyman » 27.03.2009, 12:01

hallo ,
ich hab hier ein problem und keinen plan mehr!
es geht um folgendes:
ich wohne zur untermiete ,erhalte grundsicherung und bin 70% schwerbehindert,mein vermieter erhält sozialhilfe.
in der wohnung befindet sich schimmel und mit der hauptvermieterin gibst nur streit!nun wollen wir aus dieser
wohnung ausziehen und zurück in die "heimat".allerdings macht mir die grundsicherung einen strich durch die
rechung,wobei bei meinem vermieter die wohnung,die in aussicht gestellt wurde,von seiten der arge
sofort genehmigt wurde-diesmal aber als wg!bei nochmaligem besuch der grundsicherung,wurde alles wieder in frage
gestellt,ich sollte nochmals ein amtsärtzliches verfahren aufgrund meiner schwerbehinderung durchlaufen,obwohl
ich den nachweis der lva vorgelegt habe,der bis 2010 gültig ist und jetzt sollte arge nochmals entscheiden,ob diese
wohnung wg tauglich ist,oder wir als paar eingestuft werden,dafür wäre diese wohnung zu teuer!
nun, bin etwas überfordert,vorallem, weil ich ausser einen schrank und ein sofa,so gut wie garnichts habe,um mir
eine eigene wohnung einzurichten!
ich dank euch im vorraus für eure antwort!
candyman
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Re: wohnungswechsel

Ungelesener Beitragvon Ralf1960 » 27.03.2009, 13:19

Hallo Candyman,

ich denke das hat weniger mit der WG tauglichkeit zu tun - als mit der Tatsache das Mieter und Untermieter sich zusammen die nächste Wohnung suchen - was ja letztendlich ziemlich ungewöhnlich ist.

Was die amtsärztliche Untersuchung ergeben soll ist mir auch schleierhaft, das kommt aber letztendlich darauf an wie du eingestuft wurdest, eben nach dem dritten Kapitel mit der Aussicht das du irgendwann wieder arbeitsfähig wirst.... oder nach dem vierten Kapitel das bei dir eine dauerhafte Erwerbsunfähigkeit bedeuten würde. Du schreibst ja auch nicht dazu ob du eine Erwerbsunfähigkeitsrente erhältst... diese befristet - oder dauerhaft ist. Aber seitdem ich ja weiss das sogar Rollstuhlfahrer zum Amtsarzt geschickt werden die in der Pflegestufe 2 sind.... um festzustellen ob diese vielleicht doch arbeitsfähig sind - ist auf diesem Planeten wohl jeder hinverbrannte Mist möglich.

Was die Wohnung betrifft - letztendlich gibt es Anforderungen an eine Wohnung wenn eine WG durchgestzt wird... getrennte Zimmer usw.... das es überhaupt möglich ist getrennt zu wirtschaften usw.... Sachbearbeiter sind da sehr erfindungsreich um Kosten zu drücken - eine Haushaltsgemeinschaft zu vermuten... bis hin zum Gericht. Auch hier sind die Entscheidungen und Vorgehensweisen so unterschiedlich wie das Wetter...

Aber letztendlichb wird ja diese Annahme das ihr als Paar einzustufen seid dadurch genährt das ich selbst bei Umzug und Wohnungssuche unzertrennlich seid - so blöde wie es eben klingt, liegt da der Verdacht eben nahe.

Letztendlich hättest du ja Anspruch auf eine ergänzende Erstausstattung an Mobiliar und Haushaltsgegenständen sofern du eine eigene angemessene Wohnung für dich beziehst.. Möbelnotstand wäre kein Argument in der gleichen Wohnung wieder zusammen zu wohnen.

Du solltest dich auch mal zum Wohnungsamt begeben wenn euer Vorhaben scheitert und dich dort unter Vorlage des Schwerbehindertenausweises wohnungssuchend melden, auch einen Wohnberechtigungsschein beantragen. Nach Möglichkeit mit Wohnraum der für behinderte Menschen vergeben wird. Örtlich verschieden wirkt sich dies gegebenfalls auch die Angemessenheit der Wohnung aus... aber ohne Gewähr da hier auch wieder jeder SB zunächst sein eigenes Süppchen zubereitet. Dem einen hilfts erheblich - beim andren wirds ignoriert bis es vorm Gericht landet.

Gruß

Ralf1960
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Ralf1960
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