Wohnung und joblos. Was tun?

§§ 68 ff SGB XII Umfang der Leistungen, Hilfe zur Weiterführung des Haushalts, Altenhilfe, Blindenhilfe, Hilfe in sonstigen Lebenslagen, Bestattungskosten...

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Wohnung und joblos. Was tun?

Ungelesener Beitragvon neophyte » 27.07.2008, 17:29

Hallo,

ich habe volgendes Problem und würde mich über ein wenig hilfe freuen.

Also ich bin jetzt 21 Jahre alt. Seit etwa 4 jahren wohne ich nicht mehr zu hause da meine mutter mich rausgeschmissen hat und ich ganz ehrlich auch garnicht mit ihr klar komme. Nun konnte ich die ersten 2 jahre bei einem freund zuhause bei seinen Eltern wohnen wo ich dann auch raus musste. Bis vor etwa einer Woche konnte ich dann bei einem anderen Freund wohnen welcher mich wieder vor die Tür setzte, nun bin ich also ohne wohnung. Ich war schon ein paar mal bei der Arge. Bis jetzt habe ich mich immer irgendwie so durchgeschlagen. bis jetzt habe ich keine unterstützung vom Amt bekommen und musste immer mit 155 € kindergeld über die runden kommen. ALG II ist beantragt aber lässt auf sich warten ( seit mittlerweile einigen Monaten ). Nun ist meine frage Was mir denn so an Geld für ne Wohnung zusteht. weil die nette frau vom Amt hat mich nur mit dem Satz " Ja tut uns leid dann müssen Sie gucken dass sie irgendwo bei Freunden oder im Obdachlosenheim Schlafen und gucken das Sie einen job bekommen" Das kann es doch nicht sein. Zur zeit bin ich auf Ausbildungsplatz bzw. Arbeitsplatz suche. Da ich nur einen Hauptschulabschluss nach Klasse 9 habe ist das leider nicht so einfach. Am besten währe ja eine Ausbildung vorallem da ja jetzt wieder nen neues ausbildungsjahr anfängt. naja das wird schon aber wie gesagt wie sieht es mit Geld für ne Wohnung aus? Das Amt muss mir doch eine Wohnung bezahlen oder nicht? Meine mom hat zwar nen haus aber die hat schon mit meinen 2 kleineren Brüdern genug und ich komme garnicht mit ihr klar. Sie unterstelt mir immer ich würde irgendwelche sachen Klauen und sie hätte angst um ihr haus. Aber sind meine Eltern mir nicht bis 25 unterhaltspflichtig?? Währe cool wenn ihr mir mal ein bissl helfen könntet. Danke schonmal im vorraus.

mit freundlichsten grüßen

Daniel
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Re: Wohnung und joblos. Was tun?

Ungelesener Beitragvon Turtle » 27.07.2008, 19:57

Da du vor der Stichtagsregelung ausgezogen bist, gilt der § 22 Abs. 2a SGB II für dich nicht. D. h. eigentlich müsste das Amt auch die Kosten einer angemessenen Wohnung tragen. Nur: dafür musst du schlichtweg Nägel mit Köpfen machen. Also hin zum Amt und konkret auf den Tisch, was los ist. Nachfragen, was eine Wohnung kosten darf und danach suchen, Mietangebote dem Amt vorlegen und Zustimmung holen!

Und dann meldest du dich zur Berufsberatung an (was du eigentlich sowieso sein müsstest, sonst gäbe es ja kein Kindergeld...

Turtle
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Re: Wohnung und joblos. Was tun?

Ungelesener Beitragvon Nichtsnutz111 » 27.07.2008, 23:13

Mir gehr es ähnlich bin 22Jahre habe Kinderpfeger gelernt.
Nachdem Abschlussbin ich von zuhause ausgezogen meine Eltern leben in Scheidung meine Mutter verkauft das Haus und zieht in eine kleine Wohnung mein
Vater lebt bei seiner Freundin da will und kann ich nicht hin.
Bin bei Freunden untergekommen doch diese Wg löst sich nun auf.
Kindergeld gibt es nicht mehr .Das Arbeitsamt hat mirnur frustvolle Praktikas verschafft ohne Lohn und ich schnorre mich zu Zeit so durch.
Doch ohne festen Wohnsitz kann ich glaube ich gar nichts beantragen ich weiß nicht mehr was ich tun soll.
Bei der Arge hat man mich abgewimmelt ich soll arbeiten und da fängt alles wieder an..schreibe gerade vom PC einer freundin und hoffe auf eine nützliche Antwort.
Ich habe Freunde die helfen Punks und ich sehe momentan keine Perspektive in dieser Welt
Gruss Nichtsnutz111
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Re: Wohnung und joblos. Was tun?

Ungelesener Beitragvon Uwe Kruppa » 28.07.2008, 06:30

Hallo "Nichtsnutz111"...

Du solltest gleich am Heute zur Behörde gehen und dort den Sachverhalt schildern. Betone das du zur Gruppe der von Obdachlosigkeit betroffenen Menschen gehörst.

Du wirst dann Beraten werden.

Du solltest sich auf keinen Fall abwimmeln lassen. Es herrscht Beratungspflicht. Diese Pflicht auf Aufklärung, Auskunft und Beratung sind in den §§ 13,14 und 15 SGB I begründet.

BTW...Bitte denke auch an die Krankenversicherung.

Ansonsten siehe den Beitrag von "Turle".

Gruß
Uwe Kruppa
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