anerkannte kosten für unterkunft und heizung

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Des_Teufels_Hexe

anerkannte kosten für unterkunft und heizung

Ungelesener Beitragvon Des_Teufels_Hexe » 20.09.2006, 12:03

hallo zusammen,

da hab ich jetzt mal ne frage dazu.

ich hoffe es kann mir hier jemand von euch helfen.
ich zahle im moment 540 euro kaltmiete.
angemessene miete wäre 514 euro.
dann habe ich monatlich 30 euro wasser und 100 euro heizung. wir sind vier personen. ich und meine drei kinder. eins meiner kinder lebt zur zeit in einer jugendhilfeeinrichtung. trotzdem darf ich in der "größeren" wohnung bleiben. nun wurden mir aber meine heizkosten auf drei personen gekürzt. wie soll ich eine auf vier personen ausgelegte wohnung nur für drei personen heizen???? das sind 12,35 € die ich da jetzt weniger bekomme. des weiteren wird mir jetzt weniger miete berechnet, weil ich angeblich nciht nachweisen konnte, dass ich mich bemüht habe eine andere wohnugn zu finden. dies habe ich allerdings ausreichend getan und auch in beiden fällen schon widerspruch eingelegt.

im moment zahle ich also monatlich 670 € miete + wasser+heizkosten. annerkannt werden mir 631,75 € mit der geminderten miete und den geminderten heizkosten.

ausbezhalt bekomme ich "zustehenden Kosten für Unterkunft und Heizung 483,75 €. die rstlichen 186,25 € muss ich von meinem regelsatz bestreiten. auch die 134 € strom muss ich von meinem regelsatz bestreiten. von meinen 469 regelsatz blieben mir also im monat 148,75 € zum leben, plus kindergeld und unterhaltsvorschuß aber es kann doch nicht sein, dass ich meinen regelsatz für die miete ausgeben muss. ich dachte die kosten für unterkunft und heizung werden von der arge übernommen und nicht mir vom regelsatz abgezogen. oder leige ich da jetzt so falsch???

bei bedarf setzet ich auch gerne den bescheid hier rein.

liebe grüße hexe

w12
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Re: anerkannte kosten für unterkunft und heizung

Ungelesener Beitragvon w12 » 22.09.2006, 13:36

Hallo Hexe

Diese Bescheide sind eigentlich sehr schwer zu verstehen.

Durch die Verteilung der Einkommensanteile kann es so aussehen, als wenn die Miete gekürzt wäre.

Auch die Heizkosten können durch die Nichtberücksichtigung der Wohnungsgröße geändert worden sein.

Aber bei der Lage kann man nur raten, eine Beratung vor Ort wahrzunehmen oder auch....

"Wenn du dich aufgrund deiner finanziellen Situation dich nicht in der Lage siehst, die Kosten für rechtliche Hilfe zu tragen, hast du eventuell Anspruch auf Beratungshilfe nach dem Beratungshilfegesetz (BerHG). Beratungshilfe ist Hilfe für die Wahrnehmung von Rechten außerhalb eines gerichtlichen Verfahrens. Sie besteht in Beratung und, falls erforderlich, in außergerichtlicher Vertretung, also beispielsweise Schreiben an
den Gegner oder mündliche Verhandlungen mit diesem.
Beratungshilfe wird gewährt in Angelegenheiten des Zivilrechts einschließlich des Arbeitsrecht, des Verwaltungsrechts, des Verfassungsrechts und des Sozialrechts.
Notwendig für die Beratungshilfe ist ein Beratungsschein. Die Bewilligung von Beratungshilfe muß beantragt werden. Dies geschieht schriftlich oder mündlich entweder bei der Rechtsantragstelle des für den Wohnsitz des Rechtssuchenden zuständigen Amtsgerichtes oder über den Rechtsanwalt. Im Antrag ist die Angelegenheit, für welche Beratungshilfe begehrt wird, anzugeben. Weiter sind die Einkommensverhältnisse und die laufenden Kosten zu belegen.
Wenn Beratungshilfe gewährt wird, erhält der Ratsuchende einen Beratungsschein. Mit diesen kann er einen Rechtsanwalt seiner Wahl aufsuchen.
Dieser ist jedoch berechtigt, vom Ratsuchenden eine Bearbeitungsgebühr von 10,00 EUR zzgl. Mehrwertsteuer zu verlangen. Weitere Ansprüche stehen dem Rechtsanwalt nicht zu.
Der Rechtsanwalt macht die übrigen Gebühren gegenüber der Staatskasse geltend. Der Rechtssuchende kann auch unmittelbar einen Rechtsanwalt aufsuchen, wobei der Antrag nachträglich gestellt werden kann.

Einen entsprechenden Antragvordruck mit Hinweisen findest du hier im „INFO – BEREICH“ Rubrik Musterschreiben, URL: http://www.forum-sozialhilfe.de/downloa ... msh198.pdf"

Gruß
w12
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Des_Teufels_Hexe

Re: anerkannte kosten für unterkunft und heizung

Ungelesener Beitragvon Des_Teufels_Hexe » 22.09.2006, 14:09

danke für deine antwort. das mit dem beratungsschein weiß ich und habe es auch schon öfters in anspruch genommen. das problem ist nur, dass sich auch viele anwälte mit den bescheiden noch nicht auskenne.

w12
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Re: anerkannte kosten für unterkunft und heizung

Ungelesener Beitragvon w12 » 22.09.2006, 18:26

Hallo Hexe

Es geht ja nicht nur um den Bescheid, sondern auch um das weitere Vorgehen bei Ablehnung des Widerspruches gegen die Bemühungen um eine angemessene Wohnung.

Wenn die Bestandsschutzzeit abgelaufen ist, wird an diese Bemühungen sehr hohe Ansprüche gestellt.

Es gibt sicherlich eine Beratungsstelle vor Ort.

Gruß
w12
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