Schwarzarbeit aufgefallen !!! Ich brauche dringend einen Rat

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Schnegge

Schwarzarbeit aufgefallen !!! Ich brauche dringend einen Rat

Ungelesener Beitragvon Schnegge » 16.09.2006, 16:43

hallo erstmal alle zusammen

ich habe schwarzgearbeitet und leider hat mein chef mich einfach für zwei monate angemeldet. es handelt sich insgesamt um 250 euro, die bei einem datenabgleich aufgefallen sind. was wird mir jetzt passieren??? wieviel geld muss ich wohl zurückbezahlen, nur diese 250 euro, oder alles was ich bisher vom amt bekommen habe ??? und werde ich ärger bekommen wegen betrug, wenn ja, in wiefern ???
LG
schnegge

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Uwe Kruppa
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Re: Schwarzarbeit aufgefallen !!! Ich brauche dringend einen

Ungelesener Beitragvon Uwe Kruppa » 16.09.2006, 18:25

Hallo „Schnegge“...

Aufgrund einer kürzlich hier eingestellten ähnlichen Fragestellung empfehle ich dir den Thread >> Schwarzarbeit - Folgen?<< ( http://www.forum-sozialhilfe.de/board/s ... id=120050& ) durchzulesen. Dort wird alles Wissenswerte beschrieben.

Gruß

Uwe Kruppa


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Schnegge

Re: Schwarzarbeit aufgefallen !!! Ich brauche dringend einen

Ungelesener Beitragvon Schnegge » 16.09.2006, 19:13

Hallo uwe,
vielen dank für die schnelle antwort. hat mir schon etwas weitergehölfen.
allerdings ist da noch eine frage. ich darf doch etwas im monat dazu verdienen. soweit ich weiß sind das doch ca 165 euro, also würde ich doch noch nicht mals mit meinem geld drüber liegen. bekomme ich dann nur ärger, weil ich es nicht angegeben habe. dürfen die mir das denn dann trotzdem einfach wieder abziehen. ist denn das dann immer noch betrug oder kann man das nicht auch als unwissenheit bezeichnen, weil ich unter dem satz lag ???
vielen dank für deine mühe trotz der knappen zeit
gruß
schnegge

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Re: Schwarzarbeit aufgefallen !!! Ich brauche dringend einen

Ungelesener Beitragvon Uwe Kruppa » 16.09.2006, 22:26

Hallo „Schnegge“...

Zu deinen Fragen im Einzelnen:

Du darfst Geld dazuverdienen. Wie viel du von diesem Geld behalten darfst hängt von der Verdiensthöhe ab.

Du bekommst auf jeden Fall Ärger weil du den Verdienst nicht angegeben hast. Du hast hier gegen § 60 SGB I verstoßen.

Da du ohnehin Geld zurückzahlen musst, finde ich es am Sinnvollsten wenn du das Geld so schnell wie möglich zurückzahlst. So etwas wird in der Urteilsfindung dir immer positiv angerechnet werden.

Ein „berühmter“ Rechtssatz ist >>Unwissenheit schützt vor Strafe nicht<<.

Unwissenheit kann nur in wenigen Fällen vor Strafe schützen.
Zur Begehung einer Tat muss der Täter grundsätzlich Vorsatz haben. Fehlt der Vorsatz eine bestimmte Straftat zu begehen, kann der Täter nicht bestraft werden. Möglich bleibt nur eine Strafe wegen der fahrlässigen Begehung, die aber im Gesetz mit Strafe bedroht sein muss. Gem. § 16 StGB entfällt der Vorsatz ebenfalls, wenn der Täter Umstände nicht kennt, die zum Tatbestand gehören (sog. Tatbestandsirrtum). Du kanntest aber den Umstand, dass du jede zusätzliche Einnahme bei der Behörde angeben musst. Der Hinweis auf § 60 SGB I steht bereits auf den Bewilligungsbescheid.

Gruß

Uwe Kruppa


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