itwirkungspflicht-Strafe

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pupsmaus

itwirkungspflicht-Strafe

Ungelesener Beitragvon pupsmaus » 16.09.2006, 10:48

Hallo,

ich habe seit Mitte Juni eine Arbeit, bei der ich als Single 1600 Euro brutto verdiene. Vorher lebte ich nur von Hartz 4.
Ich meldete dem Center für Arbeitsmarktintegration, dass ich eine Arbeit habe, gab dort eine Kopie des Arbeitsvertrages ab sowie einen vom Arbeitgeber ausgefüllten Einkommensnachweis für den Juni.

Ich dachte damit sei alles erledigt.

Nun bekam ich jedoch weterehin zweimal Hartz 4 und das Geld für die Wohnung überwiesen.

Nun ham ein Schreiben vom Center für Arbeitsmarktintegration, dass ich Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes beziehe und im Rahmen meiner Mitwirkungspflicht die Gehaltsnachweise für Juli und August vorlegen soll, andernfalls Können die Sozialleistungen wegen fehlender Mitwirkung versagt oder entzogen werden.

Was bedeutet entzogen werden?

Muss ich, wenn ich keine Gehaltsnachweise einreiche nur damit rechne, dass ich keine weiteren Sozialleistungen erhalte oder damit, dass ich das erhalte Geld zurückzahlen muss?

Ich habe das Geld nämlich bereits verbraucht.

Bei einem Vorlegen der Gehaltsnachweise müsste ich sicherlich das erhaltene Geld zurückzahlen, ist dies auch so, wenn ich keine Unterlagen vorlege?

Wie sieht es dann bei erneuten Arbeitslosigkeit aus. Ist man dann wegen der fehlenden Mitwirkung gesperrt, oder erhält man wieder Hartz 4?

Vielen ank für die Hilfe!!


Mit freundlichen Grüßen
pupsmaus

w12
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Re: itwirkungspflicht-Strafe

Ungelesener Beitragvon w12 » 16.09.2006, 12:02

Hallo Pupsmaus

Bei einem Verdienst von 1.600 Euro Brutto ergibt sich sicherlich ein Nettoeinkommen von über 1000 Euro. Damit hast Du ein Einkommen, das den Bedarf einer Einzelperson übersteigt und es steht Dir kein ALG II mehr zu.

Da Du aber im Juni nur einen halben Monat gearbeitet hast und wenn das Geld erst im Juli gezahlt worden ist, dann hast Du im Juni noch vollen Anspruch auf ALG II und evtl. im Juli noch einen anteiligen Anspruch.

Durch die Vorlage der Verdienstbescheinigung kann das Amt dieses errechnen.

Selbstverständlich muss das zuviel gezahlte Geld erstattet werden.

Reiche also sofort die geforderten Unterlagen ein.
Ansonsten wird das Amt – zu Recht – die gezahlte Hilfe für Juli und August zurückfordern.

Gruß
w12
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