Die Rentenerhöhung - das jährliche Ärgrnis

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CuttySark
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Die Rentenerhöhung - das jährliche Ärgrnis

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 01.05.2019, 15:56

Moin, Moin,

verstanden habe ich leider nicht, was an einer Rentenerhöhung falsch sein soll. Ob diese mit 3,18 % im Bereich von Renten in Höhe der Sozialhilfe ausreichend ist, sei dahin gestellt. Bei 10.000.000 € Jahreseinkommen wären 3,18 € sicherlich ausreichend = 318.000 € - 26.500 monatlich bei 12.000 € Renteneinkommen - 381,60 € Steigerung = 31,80 € und das ist eine Lachpille.

Ich fiel im Dezember aus der Sozialhilfe wegen einer Rückerstattung von Heiz- und Verbrauchskosten raus. Ich legte keinen Einspruch ein, weil ich Hintergedanken habe. Meine Rechnung sieht folgendermaßen aus:

Rückerstattung Heiz- und Verbrauchskosten umgelegt auf den Monat: 73,08 € also gerundet 73,00 €
weggefallene Übernahmen auf den Monat umgelegt: 22,50 € bisherige Zahlung SGB XII + 17,50 € GEZ + 40,00 € Medikamentenübernahme + Schuhe 30,00 € = 110 €

Manchmal ist mehr auch weniger. Aber genau das weiß man doch vorher.

Wenn ich meine neue Wohnung gefunden habe, so werden 800 € bis 900 € an Mietkosten fällig, bislang zahlte ich 410 €, dann komme ich wieder in die Sozialhilfe und bekomme darüber hinaus noch meine Sterbegeldversicherung mit 22,36 € bezahlt.

Aber im Fall von Pete123 kann es kein Minderbetrag sein, da Erhöhung und Senkung im Verhältnis 1:1 gegenüberstehen.

Liebe Grüße
Rolf
Ich bin Laie.
Die von mir gemachten Äußerungen und Kommentare sowie eigene Beiträge spiegeln nur meine persönliche Meinung wider und stellen auch keine Rechtsberatung dar oder ersetzen eine solche.

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Re: Die Rentenerhöhung - das jährliche Ärgrnis

Ungelesener Beitragvon Pete123 » 01.05.2019, 16:43

Moin Rolf,

CuttySark hat geschrieben:Moin, Moin,

verstanden habe ich leider nicht, was an einer Rentenerhöhung falsch sein soll....................

Aber im Fall von Pete123 kann es kein Minderbetrag sein, da Erhöhung und Senkung im Verhältnis 1:1 gegenüberstehen.

Liebe Grüße
Rolf


Es ist wegen dem Zuflussprinzip und der Rentenzahlung am Monatsletzten doch so das jede Rentenerhöhung sich im ersten Monat mindernd auf die bereits erhaltenen Sozialleistungen auswirkt.Hier ist die Problematik gut beschrieben: https://www.vdk.de/deutschland/pages/th ... niger_geld

Ich hab natürlich gar nichts gegen Rentenerhöhungen,im Gegenteil,das Rentenniveau halte ich generell für zu gering.Aber das jede Erhöhung überhaupt nicht bei den Bedürftigsten in unserer Gesellschaft ankommt sondern im Gegenteil dafür sorgt das sie noch weniger bekommen,das halte ich für aberwitzig und zeigt wie sozial unsere Gesellschaft ist.
HINWEIS: Wer ein anrechenbares Einkommen (EU-Rente o.ä.) hat und Sozialhilfe oder Grundsicherung bezieht,der kann die Beiträge zum VdK oder SoVD in voller Höhe als Werbungskosten absetzen.Somit kostet die Mitgliedschaft keinen Cent.
Gruß Pete123 :)

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Re: Die Rentenerhöhung - das jährliche Ärgrnis

Ungelesener Beitragvon Ghostwriter » 01.05.2019, 17:00

Hallo an alle Beteiligten,

1. immer diese sinnfreien Übertreibungen, die ein ernstes Thema in die Lächerlichkeit ziehen ......

CuttySark hat geschrieben:Bei 10.000.000 € Jahreseinkommen


2. die Rentenerhöhung (West) ist 3,18%. Was ist daran auszusetzen?

Pete123 hat geschrieben:Aber das jede Erhöhung überhaupt nicht bei den Bedürftigsten in unserer Gesellschaft ankommt sondern im Gegenteil dafür sorgt das sie noch weniger bekommen


3. Wo bekommt jemand weniger? Die Sozialhilfen (SGB II / SGB XII) gehen von einer Grundsicherung aus und fremde Erhöhungen, hier die Renten, werden nun mal leistungsmindernd gegengerechnet. Das ist doch nichts Neues. Verstehe also nicht, warum das jedes Jahr aufs neue diskutiert werden muss!

Gruß GW

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Re: Die Rentenerhöhung - das jährliche Ärgrnis

Ungelesener Beitragvon Pete123 » 01.05.2019, 17:08

@Ghostwriter

Nichts für ungut,aber ich habe es doch erklärt.Und klickt du generell keine Links an?Ist mir schon im Nachbarthread aufgefallen.
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Re: Die Rentenerhöhung - das jährliche Ärgrnis

Ungelesener Beitragvon Ghostwriter » 01.05.2019, 18:17

@ Pete 123,

doch, ich klicke auch die Links an, aber ich verstehe deine Aussage und die Aussage des Links nicht!

*** Wo kommt die Erhöhung um 3,18% bei den Beziehern nicht an? ***
*** Wo bekommen die Bezieher trotz der 3,18% Erhöhung weniger? ***

Gruß GW

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Re: Die Rentenerhöhung - das jährliche Ärgrnis

Ungelesener Beitragvon Pete123 » 01.05.2019, 18:58

Okay,ich versuch es mal anhand fiktiver Zahlen zu erklären.Hoffe mal ich bekomm das hin,bin nicht so der große Erklärer :)

Angenommen ich bekomme eine Rente von 600€ und habe aber einen Bedarf Regelsatz plus Miete von 800€,dann zahlt mir das Sozialamt 200€ monatlich Grundsicherung.Die Grundsicherung bekomme ich immer im voraus für den Kalendermonat,die Rente im nachhinein am Monatsletzten.Jetzt bekomme ich am 1.7. eine Rentenerhöhung von 24€,da mir die Rente aber im nachhinein gezahlt wird bekomme ich die Erhöhung am 31.7. auf das Konto ausgezahlt.Und nun kommt das Sozialamt und sagt du hast von uns für den Juli 200€ und von der Rentenversicherung im Juli 624€ bekommen,es gilt das Zuflussprinzip,zahle die 24€ die du zuviel hast an uns zurück.Das bedeutet für mich als Leistungsbezieher das mir für den Monat August nur 776€ zur Verfügung steht,für alle weiteren Monate dann wieder 800€.
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Gruß Pete123 :)

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Re: Die Rentenerhöhung - das jährliche Ärgrnis

Ungelesener Beitragvon Ghostwriter » 01.05.2019, 19:46

Tja Pete 123,

hier ist dein "Denkfehler":

Deinem Bsp. zufolge hast du für Juli 200,- € (Auszahlung am 30.06.)Sozialgeld / Grusi erhalten und am 31.07. deine "neue" Rente i.H.v. 624,- €. Macht zusammen ......824,- €

Im Folgemonat geht also das Sozialamt her und verlangt die Überzahlung aus Juli, die 24,- € zurück, da hast du dann tatsächlich "nur" die 776,- € zur Verfügung, aber .............dafür hast du im Juli 24,- € mehr erhalten.

Denk´ nochmal genau nach!

Gruß GW

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Re: Die Rentenerhöhung - das jährliche Ärgrnis

Ungelesener Beitragvon Pete123 » 01.05.2019, 20:00

Ist kein Denkfehler,mir fehlt das Geld wirklich,denn ich bekomme die Rente ja im nachhinein.Die fiktive Rechnung vom Sozialamt sieht dann so aus:die Rückforderung für den Juli i.H.v. 24€ wird mit dem Bedarf im August i.H.v. 176€ verrechnet= 152€ Auszahlungsbetrag.Erst ab September bekomme ich 176€.

Diese Ungerechtigkeit betrifft alle Rentner die ab April 2004 Rente erhalten.Wer vor diesem Datum Rentner geworden ist bekommt seine Rente,wie auch die Grundsicherung,im voraus und ist davon nicht betroffen.
Zuletzt geändert von Pete123 am 01.05.2019, 20:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Gruß Pete123 :)

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Re: Die Rentenerhöhung - das jährliche Ärgrnis

Ungelesener Beitragvon Ghostwriter » 01.05.2019, 20:13

Sorry, aber dann musst du Widerspruch dagegen einlegen, denn dann "klaut" man dir 24,- €

Pete, damit beende ich jetzt auch diese Kommunikation, denn es ist von meiner Seite aus alles dazu gesagt / erklärt worden.

Alles Gute, GW

Pete123
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Re: Die Rentenerhöhung - das jährliche Ärgrnis

Ungelesener Beitragvon Pete123 » 01.05.2019, 20:28

Ghostwriter hat geschrieben:Sorry, aber dann musst du Widerspruch dagegen einlegen, denn dann "klaut" man dir 24,- €


Klage geht nicht,es ist so Gesetz.Und das Problem ist der Bundesregierung bereits lange bekannt,ich zitiere mal aus meinem VDK Link :

Der Sozialverband VdK kritisiert diese Regelung: „Mit den Rechentricks muss Schluss sein“, fordert VdK-Präsidentin Verena Bentele. „Diese Menschen haben das Recht auf den vollen Sozialleistungsbezug.“ Der Bundesregierung ist diese Lücke sogar bekannt, wie aus zwei Anfragen der Linken-Fraktion aus den Jahren 2014 und 2016 hervorgeht. Geändert werden soll daran aber nichts.
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